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Darum benötigen Männer beim Flirten einen „Wingman“

Männer jagen am liebsten in Gruppen, heißt es. Stimmt das denn heutzutage überhaupt noch? Thorsten Wittke antwortet auf „Ich verstehe nicht, warum sich Männer beim Flirten absprechen“ von Bianka Echtermeyer und plädiert dafür, dass Männer auf der „Pirsch“ einen Wingman an ihrer Seite haben sollten, der sie beim Flirten unterstützt

Mit einem Wingman zum Flirterfolg

Eine der schwierigsten Aufgaben, die ein Mann zu bewältigen hat, auf dem Weg, Mrs. Right kennenzulernen, ist die Auswahl des richtigen Wingmans – also eines Mannes, der einen Freund oder Bekannten dabei unterstützt, neue Frauen kennenzulernen. Die Anforderungen an solch einen Flügelmann sind dermaßen vielfältig, dass es der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau gleicht – und in den seltensten Fällen eignet sich der beste Freund dafür.

Anforderungen an einen Wingman

Zunächst einmal sollte ein grundsätzlich verschiedenes Beuteschema abgeklärt werden. Nichts ist peinlicher als zwei Typen, die an der gleichen Frau rumbaggern. Zwangsläufig fangen sie an, miteinander zu konkurrieren und versuchen, sich gegenseitig zu überbieten oder schlecht aussehen zu lassen. Die Erfahrung lehrt mich, dass Frauen davon recht schnell genervt sind und abdrehen oder sich köstlich darüber amüsieren, aber letzten Endes keine Lust auf einen dieser Clowns haben.

Ist das geklärt, ist es nötig, die jeweiligen Spezialgebiete rauszufinden. Ich bin beispielsweise sehr gut in der Raucherecke, auf der Arbeit, in geselligen Runden oder bei Seminaren. Ich bin eloquent, schlagfertig und kann mich in Gespräche einbringen, die bereits laufen. Wenn ich ein Thema habe, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann, wenn das Geplauder ins Stocken gerät, dann bin ich quasi unschlagbar. Gibt es das nicht, bin ich aufgeschmissen und hilflos.

Im Club oder in der Kneipe bin ich absolut nicht zu gebrauchen. Aus Angst vor einem Korb bin ich nicht in der Lage, jemanden anzusprechen und ich wüsste auch gar nicht, was ich da sagen sollte. Ich bin der, der am Rand der Tanzfläche steht und sich die Seele aus dem Leib lächelt, wenn ihm eine gefällt. Wenn sie mich nicht bemerkt und zurücklächelt, würde ich sie im Leben nicht ansprechen. Ich brauche also jemanden als Wingman, der diese Aufgabe für mich übernimmt, ein Gespräch beginnt, mich dann dazu holt und einbezieht, bevor er sich später irgendwann – unter irgendeinem Vorwand – wieder verdrückt.

Wingmen müssen selbstlos sein

Dafür muss er selbstlos sein. Einer, der kein Problem damit hat, den Rest des Abends die begleitende Freundin zu beschäftigen, auch wenn er überhaupt kein Interesse an ihr hat. Er muss im Zweifelsfall auch dazu bereit sein, den Rest des Abends allein zu verbringen und sich mit sich selbst beschäftigen können. Und wenn ich aus gegebenem Anlass nicht zur vereinbarten Zeit den Heimweg antreten will, muss jegliches Rumzicken, nur weil er den Weg nach Hause mit der Taxe antreten soll, ausgeschlossen sein. Das nervt und würde nur das schlechte Gewissen schüren.

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Über den Autor/die Autorin

Thorsten Wittke

Thorsten Wittke ist in Essen geboren, aufgewachsen und liebt das Ruhrgebiet. Er hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, vorher studierte er BWL und hat in der freien Wirtschaft gearbeitet. Heute bloggt er über seine Sicht auf die Welt und arbeitet an seinem ersten Buch. Er ist Single und seine Leidenschaften sind das Reisen, Kino, Theater und der Triathlonsport.