Face-to-Face-Dating: Ein Erfahrungsbericht

Date 1 meines Face-to-Face-Datings

Es ist 18:55 Uhr, Michael und ich stehen vor der ersten Bar. Sollen wir schon reingehen? Neeeee, das ist ja peinlich, wenn wir die Ersten sind. Lieber noch ein paar Minuten warten. Auch ein junger Mann im geschniegelten Outfit lungert vor der Tür herum. Der macht bestimmt irgendwas mit Banken. Ich möchte wetten, auch er geht zum Event.

Um 19:01 gehen wir schließlich (mit vornehmer Verspätung) rein. „Ähm hallo … wir sind hier zu diesem … ähm …“ stottere ich dem Kellner entgegen. „Das Dating-Ding? Hinten links bitte!“ entgegnet er mir. Jetzt bin ich doch etwas nervös und fühle mich minimal unwohl. Wer da wohl sitzt? Und siehe da: Da sitzen nette Menschen. Zwei Mädels, die sich zusammen angemeldet haben, der Banken-Typ (wusste ich’s doch) und dann noch einer, der ein bisschen aus der Gruppe hervorsticht, weil er erst süße 20 Jahre jung ist.

Zwar erinnern mich die Gespräche zu Beginn eher an Vorstellungsgespräche, da wir alle brav einer nach dem anderen reihum von unseren Berufen, Hobbies und Lebensgeschichten erzählen, doch dann wird’s richtig witzig. Ich will sitzenbleiben, aber als ich auf die Uhr sehe ist es bereits halb neun. Wir müssen los!

Date 2

Etwas verspätet schlagen wir in der zweiten Bar auf, in der bereits der Rest der Gruppe auf uns wartet.

Der erste Scan sagt mir: Schuffiger Kerl in Sicht.

Ich platziere mich geschickt ihm gegenüber und bestelle erst mal Pommes. Die anderen vier sind schon in Gespräche vertieft, und Michael und ich versuchen, uns einzuklinken. Gar nicht so leicht, vor allem als aufkommt, dass die einen beiden im gleichen Studiengang wie die anderen beiden waren. Ach, kennste den, kennste die, hattet ihr auch den Müller in Mathe? Ihr wisst schon. Ich versuche, ein Gespräch mit dem Schuffityp einzufädeln, was generell ganz gut klappt. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass er eigentlich viel lieber mit der Frau, die neben mir sitzt, sprechen würde. Hat er Pech, mit der habe ich mich dann nämlich unterhalten.

Der Spaßfaktor war bei Date 1 definitiv höher, irgendwie kommuniziert die Gruppe als Ganzes nicht so wirklich. Die beiden am anderen Ende des Tisches haben, glaube ich, nicht mal gemerkt, dass wir uns dazugesetzt haben. Next!

Weitere interessante Beiträge