Face-to-Face-Dating: Ein Erfahrungsbericht

Date 3

Michael und ich bleiben sitzen, während die anderen zur nächsten Location aufbrechen. Erst mal einen Cocktail. Ich frage Michael, ob er denn bis jetzt eine gut gefunden hätte. Njoa, die eine vom ersten Date ein bisschen. Das überzeugt mich nicht.

Pünktlich um 22 Uhr trudeln die ersten Mitdater an unserem Tisch ein. Wieder vom Typ her vollkommen unterschiedliche Leute. Und es werden immer mehr, bis wir schließlich zu acht am Tisch sitzen. Zwei Frauenpaarungen und ein paar Männer. Die Bar hat sich mittlerweile gut gefüllt und es wird ziemlich laut. Im Grunde klappt ein Gespräch nur mit dem direkten Nebensitzer, zwar nicht mein Typ, aber trotzdem nett. Wir quatschen über Job, Freizeit und natürlich das Dauerbrenner Thema „Bei was für Dating-Veranstaltungen warst du denn schon?“.

Dann ist es halb elf, und auf einmal stürmen immer mehr Face2Face-Dater die Bar.

Hey warte mal, haben die die letzte Bar geschwänzt?

Als ein ziemlich schöner Mann die Bar betritt und auf unseren Tisch zusteuert, verstummen die Frauenstimmen und werden zu einem verhaltenen Glotzen umgewandelt. „Hey, mein Kumpel macht hier mit und sagte, hier sei die Abschlussveranstaltung, da dachte ich, ich schau mal rein.“ sagt er uns setzt sich dazu. Tu das Schatz, denke ich mir und nippe genüsslich an meinem Cocktail. Kaum bin ich für eine Minute auf dem Klo verschwunden, hat sich schon das Mädel mit den großen Kulleraugen über den Schönling hergemacht. Mist!

Meine schwache Blase ist wahrscheinlich der Grund, warum ich Single bin.

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