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Brauchen wir neue Dating-Regeln?

Gefühlt wird der Umgang immer schlimmer: Ghosting, Benching, Dick-Pics … So macht Kennenlernen und Partnersuche immer weniger Spaß. Es ist an der Zeit für neue Dating-Regeln, meint beziehungsweise-Chefredakteur Eric Hegmann

Wir haben euch auf unserem Instagram-Kanal gefragt, ob ihr eigentlich noch Freude am Daten habt. Über 900 beziehungsweise-LeserInnen haben geantwortet. Und vier von fünf sagten: Nein, wirklich nicht! Wir dachten uns schon, dass der Frust groß ist, immerhin schreibt ihr uns ja in euren Liebesgeschichten von euren Dating-Erfahrungen, aber so viel Enttäuschung und Frust hätten wir nicht erwartet. Und wir denken, dagegen müssen wir dringend etwas unternehmen.

Die bekannten Dating-Regeln sind Unsinn

Vor fast 20 Jahren habe ich mein Buch „Dating Regeln“ beim Goldmann Verlag veröffentlicht. Damals war das Buch „The Rules“ von Ellen Fein und Sherrie Schneider immens populär und deren und die Fantasien amerikanischer Drehbuchautoren über Single-Frauen in New York wurden durch „Sex and the City“ in der Welt verbreitetet und sorgten für den Eindruck, mit den richtigen Schuhen und einem neurotischen Auftreten würde die Partnersuche – nach ausreichend viel Drama – irgendwie schon klappen. Auch wenn der Buchtitel – auf Wunsch des Verlages – Dating-Regeln versprach, der Inhalt war eigentlich vor allem eine Abrechnung mit dem erzkonservativen und rückständigen Frauenbild, das Mrs Fein und Mrs Schneider verbreiteten.

Insgesamt 35 Dating-Regeln hatten die beiden Autorinnen entwickelt. Diese waren nie auf der Höhe einer gleichberechtigten Beziehung, aber heute, 25 Jahre später betrachtet, lassen sie auch nicht toupierte Haare steil in die Höhe stehen. Ein paar Beispiele:

Regel #5: Ruf ihn nicht an – und rufe nur gelegentlich zurück

In der darauf folgenden Regel # 6 heißt es übrigens, die Frau müsse immer das Gespräch zuerst beenden. Übersetzt heißt das: Spiel schwer zu bekommen und sei eine Zicke. Damit würde man aber gleich die Grundlage für die Art Kommunikation legen, die später die Beziehung prägen wird. Spoiler: Menschen finden es grundsätzlich Mist ignoriert zu werden. Der Grund eine Beziehung einzugehen ist ja die Schaffung von Bindung.

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Über den Autor/die Autorin

Eric Hegmann

Liebe macht glücklich. Als CLO (Chief Love Officer) verantwortet er die redaktionellen Inhalte von beziehungsweise. Eric Hegmann ist Paartherapeut (Paartherapie nach John Gottmann, Emotionsfokussierte Paartherapie) und Single-Coach und Autor zahlreicher Bücher über die Liebe. Arbeitsschwerpunkte: Bindungsangst und Verlustangst Warnsignale Beziehung: Gehen oder bleiben? Er bietet erfolgreiche Online Kurse rund um Liebe und Partnerschaft an. Er ist Gründer der Modern Love School. Der Wahlhamburger ist verheiratet und lebt und arbeitet seit 25 Jahren neben der berühmtesten "Liebes-Meile" der Welt: der Reeperbahn.