Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Abonnieren
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Untrue: Ein Buch über weibliche Untreue

Monogamie ist die Grundlinie unserer Gesellschaft. Und dennoch: Menschen gehen fremd. Männer wie Frauen. Nur wird kaum darüber geredet. Wednesday Martin räumt in ihrem Buch „Untrue: Warum fast alles, was wir über weibliche Untreue zu wissen glauben, unwahr ist“ mit Vorurteilen auf

Die Sozialforscherin Wednesday Martin ist Buchautorin zu den Themen Familie, Gender und Popkultur und schreibt unter anderem für die New York Times, Psychology Today und den Daily Telegraph. In ihrem neuen Buch nimmt Martin Forschungsergebnisse unter die Lupe, spricht mit 30 Fachleuten aus unterschiedlichen Gebieten und interviewt Frauen und Männer, die mit Untreue Erfahrungen gesammelt haben.

Ihr Standpunkt: „Ganz unabhängig davon, was wir sonst von ihnen denken mögen, sind Frauen, die sich der Monogamie verweigern, mutige Frauen und ihre Erfahrungen und möglichen Motivationen aufschlussreich. Nicht nur, weil weibliche Untreue alles andere als selten vorkommt, sondern auch, weil die Sache als solche und unsere Reaktionen darauf taugliche Gradmesser der weiblichen Autonomie darstellen wie auch des Preises, den Frauen immer noch für Privilegien zahlen, die historisch den Männern gehörten.“

Hier stellen wir dir einen Auszug aus „Untrue“ vor:

Es liegt nicht an dir, es liegt an mir

»Langjährige Beziehungen sind Gift für das weibliche Begehren.«

Das ließ ich mir im Kopf umherrollen wie eine besonders geräuschvolle Murmel. Ein unbehaglicher Gedanke. Schließlich liefen Meanas (Anm. der Red.: Marta Meana ist Wissenschaftlerin und Autorin von „Sexual Dysfunction in Women“) Ergebnisse praktisch allem zuwider, was mir von Kindheit an über Beziehungen zwischen Männern und Frauen eingetrichtert worden war – allem voran, dass Frauen Intimität und Vertrautheit brauchten, um sich sexy zu fühlen.

Und doch leuchtete mir ihre Umdeutung ganz spontan ein. Ich dachte an die Frau Anfang sechzig, die mir, als sie von meinem Projekt hörte, mit schockierender Offenheit gesagt hatte: »Ich will die ganze Nacht lang Sex haben. Nur eben einfach nicht mit meinem Mann!« Und an die Dutzenden von Frauen, von denen ich in monatelangen Gesprächen und Interviews im Grunde das Gleiche in anderer Formulierung gehört hatte. An die Frauen, die gesagt hatten: »Meine Ehe ist ziemlich super. Aber ich muss ständig an andere Typen denken«, und an diejenigen, die gemeint hatten: »Vielleicht ist mir Sex einfach nur zu langweilig«, nur um dann später im Gespräch zu äußern, sie würden, falls es keine Konsequenzen hätte, wirklich liebend gern mit X, Y oder Z schlafen.

Seite 1 2 3 4
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Redaktion

Wir von beziehungsweise arbeiten für die Liebe. Mit Herz und Leidenschaft. Denn eine glückliche Partnerschaft ist möglich. Das inspiriert uns jeden Tag. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!