Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Slow Sex: Warum Entschleunigung auch im Bett so unheimlich guttut

Slow Sex: Inspiration für die Praxis

Doch wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Sie müssen nicht gleich einen Tantra-Kurs absolvieren, um in den Genuss und die Vorzüge des Slow Sex zu kommen. Weniger ist mehr. Anbei möchten wir Ihnen etwas Inspiration mit auf den Weg geben.

  1. Sorgen Sie für den richtigen Rahmen
    Alles, was ab jetzt für Ablenkung sorgt, ist absolut tabu. Störfaktoren wie Smartphone, Computer oder Fernseher gehören beim Slow Sex aus dem Schlafzimmer verbannt. Stellen Sie die Klingel ab, stecken Sie das Festnetz-Telefon aus. Schotten Sie sich so gut es geht von der Außenwelt ab, sodass alle Aufmerksamkeit nur noch auf Ihnen liegt.
  2. Entspannen Sie sich
    Auch wenn Sie das Bedürfnis haben, sich gleich die Kleider vom Leib zu reißen und wild übereinander herzufallen, schalten Sie jetzt in den ersten Gang zurück. Was Slow Sex ist, werden Sie erst erfahren, wenn Sie sich völlig entspannt haben. Achten Sie auf Ihre Atmung und Ihren Herzschlag. Nehmen Sie sich erst noch einmal Zeit für sich. Denn es braucht schließlich ein paar Minuten, bis Sie den Alltag loslassen können.
  3. Starten Sie langsam
    Erst wenn Sie das Gefühl haben, fernab vom Alltag wirklich im Hier und Jetzt zu sein, können Sie starten. Allerdings: langsam! Das Tempo, das sie jetzt vorlegen, ist für den weiteren Verlauf entscheidend. Geschwindigkeit und Rhythmus sind ausschlaggebend dafür, was Slow Sex ist. Je langsamer Sie starten, umso besser.
  4. Gehen Sie auf Erkundungstour
    Jetzt sind Takt- und Fingerspitzengefühl gefragt. Fangen Sie an, mit Ihren Fingern, Händen und Lippen langsam über die Haut Ihres Partners zu gleiten und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Reaktionen Ihres Gegenübers. Gibt es Stellen, die er oder sie besonders genießt, können Sie das Gefühl durch sanfte Streicheleinheiten und zärtliche Massagen intensivieren. Diese Erkundungstour sollte jedoch nicht nach fünf Minuten abgeschlossen sein. Sie ist der Kernpunkt, um den sich alles beim Slow Sex dreht und sollte mindestens eine halbe Stunde gehen. Dabei geht es auch darum, selbst zu entdecken und zu genießen, welche Wirkung schon die kleinsten Berührungen haben können. In dieser Phase sollten Sie jedoch primäre Geschlechtsorgane noch vernachlässigen. Jetzt haben erst einmal andere Körperzonen, wie Ohrläppchen, Nacken etc., Vorrang.
  5. Widmen Sie sich nun den „klassischen Körperzonen“
    Später können Sie einen fließenden Übergang auch zu den klassischen erogenen Zonen wie Penis und Vagina schaffen und dort Ihre Erkundungstour fortsetzen. Auch wenn diese Körperregionen das Liebesspiel anheizen, achten Sie darauf, dass Sie dennoch weiterhin langsames Tempo halten und nicht wieder in alte Muster verfallen.
  6. Gehen Sie die „Verbindung“ ein
    Beim Slow Sex wird der finale Akt der Penetration auch als „Verbindung“ bezeichnet. Das macht es noch einmal deutlicher, worum es eigentlich geht. Nicht der perfekt ausgeführte Geschlechtsakt steht im Vordergrund, sondern das bewusst erlebte Miteinander. Auch hier hat nach wie vor langsames Tempo oberste Priorität. Dazu sollten Sie auch eine bequeme Stellung finden, die Ihnen die Fortsetzung von langsamem Sex ermöglicht. Die Löffelchen-Stellung bietet beispielsweise gerade bei langsamen Bewegungen viel Entlastung für Rücken und Gelenke und lässt sich lange und bequem genießen.
  7. Legen Sie Pausen ein
    Ein nicht unwesentlicher Punkt zum Schluss: Legen Sie immer wieder Pausen ein. Dadurch wird beim Slow Sex zusätzlich der Druck rausgenommen. Sie zögern damit nicht nur den Orgasmus hinaus, sondern signalisieren sich auch gegenseitig, dass es auf das Miteinander im Hier und Jetzt ankommt und nicht auf das Erfüllen von Erwartungen.

Slow Sex: Mehr Lebens- und Liebesqualität

Langsamer Sex kann Paaren einen neuen Blick darauf geben, was „befriedigend“ heißt oder noch alles bedeuten kann. Es geht um mehr als nur um das klassische Rein-Raus-Spiel. Einfühlsamkeit, Sinnlichkeit und Sensitivität gewinnen an Bedeutung. Es ist definitiv Sex für Genießer. Die Befriedigung findet auf einer neuen Ebene statt. Gerade Paare, die im Alltag unter hohem Druck stehen, können hiervon stark profitieren, da sie nicht nur ein neues Bewusstsein für ihr Liebesleben schaffen, sondern auch ihrer Beziehung wieder zu mehr Qualität verhelfen können. Slow Sex kann eine wahre Kur gegen den Beschleunigungswahn und Balsam für das seelische Wohlbefinden sein.

Lesen Sie auch:

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Florian Schwartz

Während seines Theater- und Musikwissenschaftsstudiums in München hat Florian Schwartz bereits die menschlichen Lebens- und Liebesdramen eingängig studiert. Nach seiner Ausbildung zum Provokativen Coach am DIP (Deutsches Institut für Provokative Therapie – www.provokativ.com) weiß er auch bestens, mit den Komödien und Tragödien des Alltags umzugehen. Die wilde Mischung aus Improvisation und liebevoller Provokation ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Beratungen. Denn ohne Humor geht es einfach nicht. Und den bekommen seine Klienten dick aufs Brot geschmiert.