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Hilfe, ich bin noch Jungfrau!

Längst kein Teenie mehr, aber Beziehung und Zweisamkeit sind noch völliges Neuland? Kein Grund zu Panik, sagt unsere Expertin Anja Drews

Wenn wir „Das erste Mal“ hören, denken wir zuerst an Jugendliche und erinnern uns vielleicht an unser eigenes erstes Mal – die einen schmunzeln dabei, die anderen verziehen das Gesicht. Denn so einfach war das oft gar nicht. Zwei Menschen, oder zumindest einer, ohne intime Erfahrungen. Körperflüssigkeiten wurden zwar zumeist durchaus im Vorwege ausgetauscht. Nur der letzte Schritt fehlte dann noch. Dass es heute eine wachsende Zahl von Menschen jenseits des Jugendalters gibt, bei denen es nicht nur um den letzten Schritt geht, sondern um das gänzliche Fehlen von zweisamen Erfahrungen, im körperlichen wie im emotionalen Sinne – daran denken wir im ersten Moment gar nicht. Wie geht man damit um, wenn man dann jemanden kennenlernt? Darüber reden? Schweigen?

Falsche Vorstellungen führen zu überzogenem Erwartungsdruck

In unserer übersexualisierten Gesellschaft scheint es ein großes Stigma zu sein, wenn man ab einem bestimmten Alter noch nicht intim mit einem anderen Menschen war. Von außen betrachtet scheint jeder andere bereits reichlich Erfahrungen gesammelt zu haben, nur man selber nicht. Besonders bedenklich finde ich, dass sich in den Internet-Foren bereits sehr junge Menschen mit dieser Frage beschäftigen. „Hilfe, ich bin 18 und noch Jungfrau!“ oder „Ist es ok, wenn man das erste Mal mit einer Prostituierten hat?“ – das sind Fragen, die mich auch in meiner Arbeit erreichen.

„Gemach, gemach“, sage ich da

Der Druck ist groß und es ist wichtig, die Fragenden zu erleichtern, zu erklären, dass mit ihnen alles ganz in Ordnung ist. Es gibt keine verlässlichen Daten darüber, wie viele Menschen wann genau ihre Unschuld verlieren. Fakt ist aber, dass es nicht wenige sind, die eben etwas länger brauchen und erst mit 30, 35 oder 40 Jahren ihre erste Beziehung starten. Jeder hat ein eigenes Tempo, in dem er oder sie Erfahrungen sammelt. Und es ist gerade die junge Generation, die heute körperliche Intimität in einer Beziehung erleben möchte und weg ist vom reinen „es hinter sich bringen“. Das Bild, das die Medien, hier insbesondere die Pornografie, vermitteln, stimmt nicht mit der Realität überein. Und dass Menschen, die bereits Beziehungen hinter sich haben, auch nicht immer erfahrener sind – darüber wird nicht gesprochen.

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Über den Autor/die Autorin

Anja Drews

„In der Liebe gibt es nichts, was es nicht gibt“ - Unter diesem Motto widmet sich die Diplom-Sexualpädagogin allen Fragen rund um Partnerschaft und Sexualität. In ihrem Blog und auch in ihrem Podcast schreibt und redet sie über alles, was unsere Sexualität betrifft. Informativ. Unterhaltsam. Aufklärend.