Wer ist am häufigsten von Sexsucht betroffen?
Hierzu gibt es bisher leider wenige belastbare Daten. Aus den USA wissen wir, dass Männer zwar häufiger als Frauen betroffen sind, der Unterschied zwischen den Geschlechtern aber nicht allzu groß ist. Außerdem scheinen Menschen mit sehr niedrigem oder aber sehr hohem Einkommen eher zu einer CSBD zu neigen.
Was tun, wenn ich sexsüchtig bin?
Von Sexsucht Betroffene leiden, weil die Sexsucht ihr gesamtes Leben prägt und negative Auswirkungen hat: z.B. Vernachlässigung des Soziallebens oder der Arbeit, Verschuldung, Streit mit dem Partner, gesundheitliche Risiken durch häufig wechselnde Geschlechtspartner usw.
Und wie bei jeder schweren „Sucht“ (wie oben gesehen, ist „Impulskontroll-“ oder „Zwangsstörung“ der passendere Begriff) schaffen sie es oft nicht ohne fremde Hilfe, aus dem Teufelskreis auszubrechen. Es gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene sowohl Verständnis und Halt finden als auch konkrete Methoden erlernen, um die Sexsucht hinter sich zu lassen. Eine dieser Selbsthilfegruppen sind die S.L.A.A.
Die S.L.A.A.
Die S.L.A.A. (Sex and Love Addicts Anonymous = Anonyme Sex- und Liebessüchtige) sind eine Selbsthilfegruppe, deren Methodik an die Prinzipien der „Anonymen Alkoholiker“ anknüpft und deren Zwölf-Schritte-Programm auf Sex- und Liebessucht überträgt.
Ziel der Mitglieder ist es u.a zu lernen, die Sexsucht (und ggf. Liebessucht) als Krankheit anzuerkennen und einen Zustand der Nüchternheit zu erreichen, der allerdings individuell definierbar ist. So gilt es in der Regel, wie bei vergleichbaren Krankheiten, seine Entscheidungsfreiheit Wiederzuerlangen und nicht mehr einem Drang folgen zu müssen, der einem selbst und/oder anderen Schaden zufügt. Im Internet findet ihr weiterführende Informationen zu den S.L.A.A. und anderen Selbsthilfegruppen.