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Zeige mir Deinen Partner, und ich sage Dir, wer Du bist!

Was unsere Partnerwahl über unser Ich aussagt. Oder eben auch nicht. Wobei – haben Sie sich schon einmal Ihre Liebesthemen bewusst gemacht?

Sie hat mal wieder Herzschmerz, sagt meine Freundin Ina am Telefon. Neinnein, mit ihr und ihrem Liebsten ist alles in Ordnung. Aber die Brustwirbelsäule zwickt und das Herz reagiert wie von einem imaginären Sumo-Ringer umarmt. Wo ihr Mann ist? Der kocht ihr gerade eine Hühnersuppe mit Reis. Wie mütterlich! Ja, komisch, sinniert Ina, sie hätte nicht gedacht, dass sie so was toll finden würde. Aber er fühlt ganz liebevoll mit ihr, ohne dass seine Fürsorge sie kirre macht. Dabei hat sie damals bestimmt nicht nach Kümmerer-Qualitäten Ausschau gehalten! Hm, denke ich, vielleicht ist Dir da etwas entgangen…

Schema auf zwei Beinen

Das auf zwei Beinen herumlaufende Ergebnis unserer Partnerwahl lässt nämlich manchmal tiefer in die eigene Seele blicken, als uns lieb ist. Stichwort „Beuteschema“: Individuell erworbene psychologische Muster bestimmen, mit wem wir anbändeln – und das manchmal allzu offensichtlich. Deutschlands wohl bekanntestes Beuteschema gehört Boris Becker. Oder doch Dieter Bohlen? Beide teilen eine Vorliebe für südländisch anmutende Frauentypen. Wobei den Tennisspieler wohl immer wieder die vergeigte Liebe zur ersten dunklen Schönen Barbara Becker antreibt. Während kein Mensch wirklich glaubt, dass sich Dieter Bohlen seine Ex Verona „Da-werden-Sie-geholfen“ zurück wünscht.

Die Eltern in uns

Der Rückschluss von den Eigenschaften unserer Auserwählten auf das, was uns selbst ausmacht oder beschäftigt, ist also nicht immer naheliegend – besonders, wenn er durch weit weniger offensichtliche Eigenschaften als das Aussehen vermittelt wird. Ich erinnere mich, wie Ina als krankes Kind von ihren Eltern ignoriert und sogar angefeindet wurde. Das Beuteschema „mitfühlender Hühnersuppen-Gatte“ entspräche also einer gewissen Kompensationslogik. Ganz so einfach ist es aber nicht. Immerhin war sie vor dieser Ehe mit mindestens zwei Männern liiert, die in ihr nur die Powerfrau sehen wollten. Weder am Verhalten dieser Partner noch an ihr selbst hätte man ihre Sehnsucht nach Umsorgt-Werden erkennen können. Dafür umso mehr das frühere Eltern-Motto „Zähne zusammen beißen!“

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Über den Autor/die Autorin

Dr. Sandra Spreemann

Die promovierte Psychologin und Matchmaking-Expertin liebt die Liebe und Digitales: Vom Start bis 2010 leitete sie die wissenschaftliche Abteilung der Online-Partnervermittlung PARSHIP. Mit Herzblut steht sie diesem und anderen digitalen Unternehmen heute beratend zur Seite. Als Coach kümmert sie sich mal um den Beruf und mal um die Liebe der Menschen. Und als Autorin macht sie Ihre heimliche Leidenschaft zur Tugend.