Mein Partner ist anders. Und das ist gut so.

Er ist im Rollstuhl und seine Frau wird angefeindet, weil sie ihn liebt. Beziehungsweise-Liebesphilosophin Birgit Ehrenberg empört sich über Vorurteile, die offensichtlich nicht aussterben wollen. Und wir finden, sie hat recht!

Liebe bedeutet das Anderssein des Gegenübers zu würdigen

Was diesen dummen Menschen entgeht: Die Seelen von Hannah und Shane sind gesund. Das heißt: Sie sind liebesfähig. Und exakt darum geht es in der Liebe: lieben zu können, im Gegenüber gerade das Anderssein würdigen.

Es geht nicht darum, einen gestählten Body zu haben und ein dickes Konto und erst dann lieben zu können, wenn man es will, weil man vorher einen gründlichen Tauglichkeitscheck gemacht hat.

Menschen lieben einander, weil sie einander lieben, das ist die einzige Kausalität und Gesetzmäßigkeit, die es gibt.

Und das ist wunderbar so, es ist das Beste, es ist schön, wahr und gut.

Wer da nicht folgen kann, der möge in Grund und Boden versinken. Schämt euch alle, die ihr die Liebe dieser beiden Menschen angreift und in den Schmutz zieht! Ihr, die offenbar den Schuss immer noch nicht gehört habt, was Freiheit und Toleranz angeht, katapultiert euch damit auf ein Niveau unter jeder Humanität.

Für euch hängt der Hammer wohl zu hoch. Ihr seid am Ende arme Würstchen, weil Ihr nicht wisst, was wahre Liebe ist. Ihr jagt diesem Gefühl, dieser inneren Haltung, ein Leben lang hinterher und betrachtet Liebe dabei als Handel unter vermeintlich seinesgleichen.

Der Deal geht so: Was du mir gibst und bietest, gebe ich dir zurück, bin ich jung und attraktiv, musst du es auch sein. Am besten gib mir noch mehr. Höher, weiter, schneller. Wie hoch ist dein „Partner Value“, spielst Du in meiner Klasse? Nach diesem Modell hat das Anderssein keinen Platz in der Liebe – und damit auch nicht in der Gesellschaft. Dicke lieben dann Dicke, Große lieben Große, Gesunde lieben Gesunde, Christen lieben Christen, Juden lieben Juden und Muslime lieben Muslime, usw.

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