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Ich muss, ich muss … eine bessere Partnerin werden

Auf der einen Seite steht sich Mühe geben, nach Kompromissen suchen und auch mal nachgeben – auf der anderen Seite die Selbstaufgabe bis zur Verleumdung aller eigener Bedürfnisse. beziehungsweise-Autorin Christiane Mieth schildert eine gefährliche Entwicklung  

Als ich nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause komme, begrüßt du mich aufgeweckt. Ich streife die Schuhe aus, schiebe sie ins Schuhregal und stelle bei der Gelegenheit auch deine Sneaker ordentlich davor. Ich seufze, weil ich weiß, dass sie morgen doch wieder genauso durcheinander geworfen herumliegen werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich schiebe den Gedanken beiseite und gehe ins Wohnzimmer. Dein Tag war wie immer: gechillt. Langweilig. „Warum suchst du dir kein Hobby? Oder einen Tagesjob?“, frage ich. „Weil ich, wenn ich nachts arbeiten muss, den ganzen Tag penne.“ Ich nicke, dieses Fass mache ich heute nicht zum x-ten Mal auf. Führt doch zu nichts. Ich gehe in die Küche und öffne den Kühlschrank. „Hast du zufällig was zu essen gemacht?“ Ich kenne zwar schon die Antwort, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

„Wir könnten doch essen gehen“, schlägst du vor. Ich halte inne und schaue auf die Uhr: Kurz vor halb acht. Ich beiße mir auf die Lippen und kalkuliere. Zwei Stunden wären ja drin, sogar drei. Ich habe eigentlich keine Lust, weil ich echt groggy bin. Es wäre schön, einfach nur gemütlich auf der Couch zu liegen.

Gute Miene zum bösen Spiel

In Gedanken gehe ich den Gesprächsausgang durch, wenn ich „Nein“ sage. Dann würden wir uns vermutlich darüber streiten, dass wir nur auf der Couch hocken und du an deinem freien Abend auch mal ausgehen willst, während ich mich frage, warum du nicht tagsüber etwas unternimmst. Oder du würdest deinen Frust herunterschlucken und den Rest des Abends kaum mit mir sprechen. Beides keine rosigen Aussichten. Also gebe ich klein bei und stimme zu. Du küsst mich überschwänglich und schlägst vor, später auf einen Absacker in die Bar zu gehen, in der du arbeitest. Ich mache gute Miene zum bösen Spiel, denke mir aber: weil du ja sonst nicht oft genug dort bist.

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Spooren

Christiane Spooren (geb. Mieth) liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.