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Darum brauche ich meinen besten Freund

Freundschaften zwischen Mann und Frau führten schon oft zu kontroversen Diskussionen, auch in Beziehungen. Aber warum eigentlich? Unsere Autorin hat seit Jahren einen besten Freund, den sie nicht mehr missen möchte. Ihr Plädoyer für die Freundschaft zwischen Mann und Frau lesen Sie hier

Seit Menschengedenken gilt sie als unüberwindbarer Mythos: Die Freundschaft zwischen Mann und Frau. Viele denken, dass Freundschaften zum anderen Geschlecht aufgrund evolutionsbedingter sexueller Anziehung und vorherrschender, zu großer Unterschiede nicht möglich seien, doch ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Reine (beste) Freundschaft zwischen Mann und Frau existiert und sie funktioniert!

Mark und ich lernten uns im Juli 2011 auf einer Geburtstagsfeier kennen. Dank eines Spiels, in dem er als Bruce Darnell quasi eine Hauptrolle übernahm, erlebte ich ihn gleich so, wie er nun mal ist: Laut und ein bisschen verrückt. Mich störte das nicht, denn ich fand schnell heraus, was für ein unglaublich liebenswerter und einfühlsamer Mensch dahintersteckt.

Kaum jemand kennt mich so gut wie Mark. Mit niemand anderem auf der Welt kann ich so gut reden, lachen, streiten. Gibt es wichtige Neuigkeiten, erfährt er sie, neben meinem Partner, als erster. Wenn ich Kummer habe, reicht eine Umarmung von ihm, um mein aufgewühltes Inneres zu beruhigen. Er hält mich fest, wenn ich es brauche – mit breiter Brust und starken Armen. Natürlich, eine Umarmung meiner besten Freundin hilft auch, doch sie ist anders. Sie ist mitfühlend und wärmt meine Seele. Der Trost meines besten Freundes fühlt sich anders an: Ein Mann drückt und umschlingt. Das ist pure Kraft und stärkt das Herz. Meinen besten Freund zu spüren macht mir Mut. Kopf hoch, alles wird gut. Seine herzliche Art ist nur einer der vielen Gründe, warum ich ihn auf einer tiefen, freundschaftlichen Ebene so liebe und nie wieder missen möchte.

Glücklicherweise habe ich einen Partner an meiner Seite, der Mark voll und ganz akzeptiert. Da gibt es keine Hahnenkämpfe, keine Eifersuchtsszenen. Im Gegenteil: Die beiden verstehen sich super und treffen sich auch ohne mich zu gemeinsamen Zockerabenden. Aber wir treffen uns auch häufig zu dritt. Eigentlich sind wir drei wie eine kleine Familie, denn wir halten zusammen wie Pech und Schwefel.

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Über den Autor/die Autorin

Helena Muhm

Helena zog es 2011 nach Kassel, wo sie ein Studium in Germanistik und Anglistik absolvierte. Seitdem lebt und liebt sie in der nordhessischen Stadt. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben. In ihren Geschichten ist das Thema Liebe immer präsent, denn die junge Frau findet, dass es nichts Schöneres gibt, als Schmetterlinge im Bauch.