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Warum Liebe primär eine Entscheidung und kein Gefühl ist …

… und dann mit der Entscheidung das gute Gefühl von ganz allein kommt. Paartherapeut Holger Kuntze zeigt in seinem Buch „Lieben heißt wollen“, warum eine Paarbeziehung die großartigste Zumutung des Universums ist und das Wunder der Liebe sich lohnt. Ein Buchauszug

Verliebtheit ist eine WhatsApp-Nachricht. Liebe ist ein Roman. Verliebtsein sind Eiswürfel und heißes Öl auf Ihrer Haut. Liebe ist eine Daunenfeder, die Ihren gesamten Körper streichelt. Verliebtsein ist die Illusion, den perfekten und allseits richtigen Partner gefunden zu haben, denjenigen, der alles so sieht wie Sie. Liebe weiß hingegen, dass es auch einmal schwieriger werden wird miteinander. Während wir im Verliebtsein spontanen Irrsinn initiieren, handeln wir in der Liebe aus der Ruhe und Gewissheit heraus, auf dem richtigen, langen Weg zu sein. Verliebtsein ist die Blindheit vor den Unterschieden. Liebe ist der Blick auf die Unterschiede, die Anerkennung der Differenzen. Verliebtsein ist das permanente Gequassel. Liebe ist das Schweigen und die Zufriedenheit.

Liebe ist Ankunft. Liebe ist ein sicherer Hafen. Liebe ist ein langer, ruhiger Fluss. Liebe ist Unterstützung. Liebe ist Hingabe. Liebe ist Verbundenheit. Liebe ist Offenheit. Liebe ist hilfreiche, supportive Aktion, und Liebe ist gelassene und positive Reaktion.

Was Liebe nicht ist: ein Kampf, eine Achterbahnfahrt, Schmerz, Wahnsinn, Leid, Sehnsucht. Eifersucht. Verwechseln Sie den Schmerz, die Eifersucht, das Drama nicht mit Liebe. Schmerz ist Schmerz, Eifersucht ist Eifersucht, Drama ist Drama und nicht Ausdruck der Größe meiner Liebe. Liebe funktioniert ganz ohne Drama, Schmerz und Eifersucht.

Liebe ist eine Entscheidung, die der Verliebtheit folgt. Liebe ist das Trotzdem, das der Verliebtheit folgt. Liebe ist die Entscheidung, zu bleiben, zu sein, in liebevoller Art den Umgang mit dem Partner zu organisieren, liebevoll und verständnisvoll zu handeln, wenn der andere Hilfe braucht, oder liebevoll und verständnisvoll zu handeln, wenn der Partner gerade nicht liebevoll und verständnisvoll agiert. Liebe ist immer der Blick für das Große. Liebe ist Verzicht, um etwas Größeres zu gewinnen, etwas, was ich nur durch die Liebe und den Verzicht erreichen kann. Liebe ist die Sicherheit, das Richtige zu tun für die Partnerschaft, für das gemeinsame soziale System, für die Familie, auch wenn ich eigentlich gerade etwas anderes tun möchte, denn Liebe ist altruistisch eine Du-Liebe, die die Wir-Verwirklichung anstrebt, während egoistische Ich-Verwirklichung nur Selbst-Liebe ist und in einer liebevollen Partnerschaft keinen Platz hat.

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Über den Autor/die Autorin

Holger Kuntze

Holger Kuntze, geboren 1967, arbeitet seit 2001 als Paartherapeut und -berater. Studium der Geistes- und Sozialwissenschaften, Ausbildungen zum Psychotherapeuten nach dem Heilpraktikergesetz, zertifizierter Coach für Professional Development und Life-Coach. Als Paartherapeut bezieht er sich auf die Ansätze und Methoden von Jürg Willi, David Schnarch, Steven C. Hayes und Russ Harris (Akzeptanz- und Commitment-Therapie, ACT). Er lebt in München und Berlin.