Warum es wichtig ist, dass Bisexuelle ernst genommen werden

Bei bisexuellen Menschen sieht das wieder ganz anders aus. Salopp gesagt muss sich der bisexuelle Mann mit dem Vorurteil rumschlagen, sich einfach nicht zu trauen, sich als schwul zu bezeichnen und sich immer noch ein Hintertürchen ins „normale“ Hetero-Leben offen zu lassen. Bei bisexuellen Frauen ist es kein Stück besser, sie werden als experimentierfreudige Hetero-Mädels abgestempelt, die vielleicht mal gern mit der besten Freundin knutschen, aber wenn es um ernste Beziehungen geht, das vorurteilsfreie Leben an der Seite eines Mannes wählen.

Schluss mit den Vorurteilen!

Wer im Jahr 2018 immer noch nicht gemerkt hat, dass Sexualität ein Spektrum ist, sollte jetzt mal ganz schnell googeln und sich zum Beispiel mal als Grundlage die Kinsey-Skala ansehen. Auf dieser Skala von 0 (ausschließlich heterosexuell) bis 6 (ausschließlich homosexuell), gibt es noch fünf andere gleichermaßen wunderschöne und ernstzunehmende Ausprägungen von Sexualität. Außerdem ist Sexualität eine Definitionssache, die nur einen selbst betrifft! Habe ich nur romantische Beziehungen mit Männern, aber ab und an Sex mit Frauen und fühle mich damit bisexuell, ist das okay! Habe ich Sex mit Männern und Frauen und führe auch Beziehungen mit beiden Geschlechtern und möchte mich als bisexuell bezeichnen, ist das okay! Bin ich mein ganzes Leben nur mit Frauen zusammen gewesen und habe nie romantische oder sexuelle Erfahrungen mit Männern gemacht, finde die Vorstellung aber total anziehend, ist es ebenso mein gutes Recht mich als bisexuell zu definieren.

Ich denke mein Standpunkt wird klar. Niemand sollte mir vorschreiben, wie ich meine Sexualität definieren sollte oder mir auch noch erklären, ab wann jemand bisexuell ist oder „nur“ homo/hetero-romantisch oder bi-curious.

Mit diesen neuen Vokabeln zur Selbstreflektion oder nur für einen Freund, entlasse ich Sie in die weite Welt des Internets und der Sexualität.

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