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Phantomschmerz oder Liebe?

Nach einer Trennung fühlt man sich wie im freien Fall. beziehungsweise-Autor Jonathan Bern balanciert am Abgrund. Von der Schwierigkeit loszulassen

Tage, Wochen und Monate sind vergangen und eine diffuse Nostalgie begleitet mich immer noch. Eine Trennung, die fast ein Jahr hinter mir liegt, sollte doch überstanden sein. Mein rationales Ich sendet mir jeden Tag solche Botschaften, damit ich nach vorne schauen kann. Ja, es gibt hundert Gründe, warum unsere Beziehung keine Zukunft hatte. Diese nüchterne Sicht der Dinge hilft mir leider nicht, um mich besser zu fühlen.

Mein anderes Ich flüstert mir jede Nacht ins Ohr, dass die Sehnsucht mir noch eine Weile den Schlaf rauben wird. Ich träume ab und zu von meiner Ex-Freundin, so dass ich unbewusst ihre Anwesenheit in meinem Leben weiterhin spüre. Ich glaube nicht, dass man mit Gewalt loslassen kann. Sich quasi dazu zwingen, nicht mehr an einen bestimmten Menschen zu denken. Ich lasse mir Zeit, auch wenn Geduld nie meine Stärke war.

Liebe als Phantomschmerz

Jede Jahreszeit hat ihren besonderen Einfluss auf mein Single-Dasein. Der Winter half mir, zu Hause meine Wunden zu lecken. Im Frühling signalisierten mir meine Hormone, dass Flirtversuche mir guttun würden. Im Sommer durfte ich ein kurzes erotisches Abenteuer ohne Folgen erleben. Der Herbst führte zu einer erneuten melancholischen Stimmung. Bei flüchtigen Begegnungen hatte ich das Gefühl, dass fremde Körper sich kalt anfühlten und die oberflächliche Lust hinterließ einen bitteren Nachgeschmack. Die wenigen Dates überforderten mich meistens und mir fehlte die nötige Leichtigkeit. Ich versuchte mich immer wieder zu motivieren, um neue Chancen wahrzunehmen.

Früher beherrschte ich das Spiel der Verführung und ich fand fast immer einen Weg, um mein Herzblatt zu erobern. Jetzt habe ich oft den Eindruck, dass mein Charme sich schon auf dem Weg zum Rendezvous verabschiedet hat.

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Über den Autor/die Autorin

Jonathan Bern

Jonathan Bern ist teils in Deutschland und teils in Frankreich aufgewachsen. Seine Wahlheimat bleibt Nizza, wo er mit 17 auf die merkwürdige Idee kam, einen Magister in Germanistik zu machen. In dieser Zeit schrieb er einen Artikel für die renommierteste französische Zeitung "Le Monde" und beschloss Journalist zu werden. Die Zeitung, bei der er einen Job fand, musste nach einem Jahr Konkurs anmelden und so landete er bei einer Airline, um seine Miete zu zahlen. Seitdem träumt er davon, irgendwann ein Buch zu schreiben..