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Nach 6 Monaten immer noch kein „Ich liebe dich“?

Eine Liebe, die wachsen und reifen durfte, muss sich nicht verstecken! Wer nach sechs Monaten immer noch kein „Ich liebe dich“ über die Lippen bringt, liebt wohl auch nicht

Es gibt da so Beziehungen, die sind ganz nett. Echte Beziehungen sind das schon, denn man trifft sich regelmäßig, teilt das Bett, hat sich mit Worten (oder ohne) auf eine bestimmte Form von Verbindlichkeit verständigt. Und trotzdem sind das Beziehungen, die sich etwas stumpf anfühlen. Etwas matt. Etwas flau. Nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich überschwänglich gut. Das sind so Beziehungen, in denen man sich vielleicht in einem seltenen rührseligen Moment doch irgendwann dazu hinreißen lässt, die berühmten drei Worte auszusprechen, „weil es mal an der Zeit war“. Möglicherweise auch in einer etwas unverfänglicheren, unverbindlicheren Variante. Ich hab dich wirklich gern, zum Beispiel. Oder: Du tust mir so gut, Baby.

Na gut. Süß ist das ja schon etwas. Aber die Stimme der Liebe? Wohl kaum!

Die 6-Monats-Regel

Hier kommt eine einfache Regel, mit der sich (Beziehungs-)Spreu vom Weizen trennen lässt und mit der ich in der Vergangenheit sehr gut gefahren bin, wenn ich mir meiner Gefühle nicht sicher war: Wenn man sich auch nach sechs Monaten noch nicht dazu durchringen kann, von Herzen kommend „Ich liebe dich“ zu sagen, ist man auch nicht richtig verliebt.

Sicherlich ist Liebe nicht gleich Liebe. Liebe wächst im Laufe einer Beziehung, Liebe entwickelt sich, Liebe kann sich im besten Fall exponentiell steigern. Nach sechs Monaten Beziehung meint man mit „Ich liebe dich“ sicherlich nicht dasselbe, was man nach fünf Jahrzehnten glücklicher Beziehung mit „Ich liebe dich!“ ausdrücken würde. Muss man auch nicht. Aber man sollte sich ernsthaft die Frage stellen, warum man sich nach verhältnismäßig langer Zeit immer noch nicht dazu durchringen kann, seine eigene Liebe zu bekunden, auszusprechen – und dadurch verbindlich zu machen.

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Über den Autor/die Autorin

André Martens

André Martens ist Philosoph und Psychologe. Er schreibt leidenschaftlich gern - nicht zuletzt über die Liebe. Ob wir uns diesem Phänomen mit Worten tatsächlich annähern können, ist seine große Lebensfrage. Und solange er die Antwort nicht kennt, schreibt er fleißig weiter.