Der Weg ist das Ziel. Oder?

Ist es noch weit? Sind wir schon da? Dauert es noch lange? Für Beziehungen braucht es Zeit. Nur: Jule Blogt hat es nicht so mit Geduld

„Der Weg ist das Ziel“ ist eine wunderbare Weisheit, die mir schon in vielen Situationen die Laune gerettet hat. Ebenfalls passt sie perfekt zur Frage: „Sind wir schon daaaa?“, welche, seit ich denken kann, zu einer meiner liebsten Fragestellungen gehört. Ich bin nämlich ungeduldig! Mega ungeduldig! Will man mich verärgern, lässt man mich warten. Das fällt mir auch in Beziehungen auf die Füße.

Ich musste leider schon öfter schmerzlich feststellen, dass Männer zum Thema Weg und Ziel komplett anders denken als ich. Zu allererst sollte ich vielleicht kurz erklären, wie sich bei mir eine Beziehung idealerweise aufbaut:

  1. Man lernt sich kennen.
  2. Man lernt sich besser kennen.
  3. Die Beziehungsdefinition folgt.
  4. Zukunftspläne werden geschmiedet.
  5. Zukunftspläne werden ausgeführt.

Das klingt alles in allem ziemlich normal, oder? Allerdings muss ich gestehen, dass Punkt 4 und 5 eigentlich schon vor Punkt 3 erfolgen. Sie erfolgen nur nicht mit meinem Partner, sondern mit mir selbst, eigenständig in meinem Kopf. Ich weiß sozusagen schon, worauf es hinaus laufen soll, bevor die Beziehung überhaupt als Beziehung definiert wurde. Familie gründen, sesshaft werden, irgendwann alt und grau zusammen im Schaukelstuhl hin und her wippen. Diese Gedanken mache ich mir schon immer. Egal, wer da gerade interessant ist, ich male mir ein gemeinsames Leben mit dieser Person aus. Ich versetze mich also selbst in den Glauben, die Zukunft vorhersagen zu können und schon zu wissen, wie das Ganze ausgehen würde.

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