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Wenn Streitfreunde mit Streitfeinden zusammen sind

Einige Paare lieben die Konfrontation, andere meiden sie. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie und Ihr Partner unterschiedliche Positionen vertreten und wie Sie dennoch Ihre Konflikte lösen können, weiß beziehungsweise-Autorin Julia Malz

Wenn zwei sich streiten, freut sich meistens … niemand. Vor allem die beiden Streitenden nicht. Oft ist die Verwirrung gegen Ende einer Auseinandersetzung noch größer als zuvor, denn in der Hitze des Gefechts vergessen wir häufig, worum es eigentlich gerade ging. Sauber, klar und sachlich – so sollte ein Streit laufen. Aber das will gelernt sein. Natürlich ist es schwer, sich einzugestehen, dass man in dem Punkt vielleicht noch nicht so souverän ist, wie man es gerne wäre. Es ist viel einfacher, dem anderen die Schuld daran zu geben, dass man überhaupt laut werden musste, die Tür zugehauen hat, oder vielleicht ohne nähere Angabe von Gründen sehr garstig gelaunt ist.

Beim Streiten gibt es zwei Basislager

Ganz grob gesagt gibt es beim Thema Streiten in Beziehungen zwei Basislager: die Streitfreunde und die Streitfeinde. Die einen betrachten Streit als notwendige Zutat einer innigen Liebesbeziehung und als Zeugnis großer Gefühle. Die anderen können einem Streit nur wenig Gutes abgewinnen. Sie empfinden ihn als Bedrohung eines intakten Ganzen, als Destabilisator, als lästige Zeitverschwendung.

In einer Beziehung treffen nun häufig Partner aus jeweils unterschiedlichen Lagern aufeinander. Verlieben sich ein Streitfreund und ein Streitfeind ineinander, muss auf lange Sicht ein Kompromiss gefunden werden, um die Gemüter zu vereinen. Doch das produktive, richtige Streiten mit einem Nutzwert im Ergebnis ist eine der Königsdisziplinen der Liebe.

Es sind meist Banalitäten, die den Streit auslösen

Doch gerade weil man sich liebt kann ein Streit außer Kontrolle geraten, denn große Gefühle können durchaus als Brandbeschleuniger wirken. Dabei entzündet sich ein Streit sehr oft an banalen Dingen. Vielleicht beginnt er mit der Frage, welche Freunde man zum Essen einladen soll. Das ist die Sachebene. Ein Thema, das man in Ruhe besprechen könnte. Kurze Zeit später findet man sich aber womöglich in einer grundsätzlichen Diskussion darüber wieder, warum man sich ganz bestimmt nicht vorschreiben lässt, wen man wann bei einem Essen dabeihaben möchte und dass doch jeder machen solle, was er will. Das ist die Beziehungsebene. Dort lagern wir unsere grundsätzlichen Themen mit uns und mit dem Partner. Und auf einmal landet man bei der Frage, ob die ganze Beziehung nicht ein riesengroßer Irrtum war.

Die negativen Aspekte eines Streits wie unsachliche Kritik, übertriebene Defensivhaltung oder verächtliche Bemerkungen sind schnell benannt und doch so schwer zu streichen. Um das Streiten zu meistern, muss man gedanklich vielleicht einmal ganz von vorne anfangen und verstehen, wessen Geistes Kind er ist und warum es überhaupt dazu kommt, dass wir uns im Streit unsouverän oder unfair verhalten.

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Über den Autor/die Autorin

Julia Malz

Julia Malz zog es 2001 aus dem Rheinland an die Elbe. Im neuen Heimathafen Hamburg schreibt sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin für Kunst-, Kultur- und Wirtschaftsformate. Die Inspiration für ihre Texte zieht sie aus der Literatur, dem schönen Leben und natürlich dem Wunder, das wir Liebe nennen.