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Selbstliebe – der feine Unterschied zwischen Egoismus und starkem Selbstwertgefühl

Warum Selbstliebe das Gegenteil von Egoismus ist. Und wie man lernt, sich selbst zu lieben. Kirsten Schwieger über einen wichtigen Unterschied, der uns zufriedener und zu besseren Beziehungspartnern macht

„Liebe dich selbst!“, tönt es uns aus allen Richtungen entgegen. Aber ist Selbstliebe nicht egoistisch und arrogant? Erst recht, wenn sie selbstbewusst nach außen getragen wird? Die Antwort lautet: nein! Denn Selbstliebe ist die Voraussetzung, andere Menschen lieben zu können. Und Selbstliebe markiert die Grenze zwischen Narzissmus und starkem Selbstbewusstsein.

Unechtes (übertriebenes) Selbstwertgefühl

Auch wenn es so aussehen mag, als würden Narzissten vor Selbstliebe und Selbstwertgefühl überquellen – dem ist nicht so. Sie sind verliebt in ein überhöhtes Bild ihrer Person. Sie glorifizieren ihr idealisiertes Selbstbild und verhalten sich wichtigtuerisch, weil sie auf permanente Bestätigung und Bewunderung von außen angewiesen sind – ansonsten würde ihre Projektion wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Grund für ihr egozentrisches Verhalten sind Minderwertigkeitsgefühle, die auf diese Weise kompensiert werden. Narzissten besitzen demnach ein geringes Selbstwertgefühl und lieben weder sich noch andere wirklich.

Sich selbst lieben

Natürlich sehnen sich die meisten Menschen danach, gemocht oder gar geliebt zu werden. Und viele verwenden viel Zeit und Energie darauf, Zuwendung und Anerkennung von außen zu erlangen. Aber dies lässt sich nicht forcieren. Vielmehr sind es die Begleiterscheinungen von Selbstliebe.

Sich selber Zuwendung, Anerkennung und Liebe zu geben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Selbstliebe ist ein wesentlicher Aspekt des Selbstwertgefühls, welches in hohem Maße nicht nur unser Selbstbild bestimmt, sondern auch die Basis eines wertschätzenden Umgangs mit anderen Menschen darstellt. Gesunde Selbstliebe basiert auf Selbstannahme – mit allen Schwächen und Fehlern. Sie ist die Voraussetzung für emotionale Stabilität und die Fähigkeit, zu lieben – also alles andere als egoistisch.

Und Selbstliebe hat viele positive Auswirkungen: Sie geht einher mit Selbstachtung, Selbstvertrauen und der Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu regulieren. Menschen, die sich selbst lieben sind ausgeglichen, authentisch und haben keine Angst, sich und anderen gegenüber ehrlich zu sein. Und: Wer sich selbst liebt, ist von der Zuneigung seiner Mitmenschen nicht mehr so abhängig – aber weiß sie dennoch zu schätzen und zu genießen. Menschen, die sich selbst lieben, haben eine positive, attraktive Ausstrahlung und wirken anziehend auf ihre Umgebung.

Selbstliebe lernen

Manche Menschen entwickeln schon in ihrer Kindheit eine gesunde Selbstliebe – andere eignen sie sich erst später an. Diese Verhaltensweisen und Fähigkeiten machen Selbstliebe aus:

  • Selbstmitgefühl anstatt Selbstkritik: Machen Sie sich nicht andauernd nieder, sondern sprechen Sie wohlwollend und voller Mitgefühl mit sich. Mehr noch: Sie dürfen sich ruhig regelmäßig loben!
  • Akzeptanz und Annahme: Haben Sie Nachsicht mit den eigenen Schwächen und seien Sie geduldig. Akzeptieren Sie Ihre Menschlichkeit und nehmen Sie sich so an, wie Sie sind. Das schließt ja nicht aus, dass Sie nicht weiter an sich arbeiten können – nur bitte ohne Druck und Vergleiche.
  • Selbstzuwendung und Achtsamkeit: Hören Sie auf Ihren Körper und Ihre Gefühle, kümmern Sie sich um beide und nehmen Sie sie an. Seien Sie sich gegenüber wertschätzend, liebevoll, großzügig und rücksichtsvoll.
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Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.