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„Mach‘ ich später!“ – Warum Aufschieben zu Stress führt

Aufschieberitis ist ein erlerntes Verhalten, welches sich verselbständigen und großen Stress erzeugen kann. Auch als Strategie zur Entschärfung von Beziehungsstreit taugt das Aufschieben nicht, da es zu Frust und Vertrauensverlust führt

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ oder „Mach ich später“, ist ein grundsätzliches Prinzip mancher Menschen, um einen Streit durch Versprechungen zu entschärfen. Zum Problem wird diese Masche, wenn die Versprechen niemals eingelöst werden. Dauerhaft führt solch ein Verhalten auf Seiten des Vertrösteten zu Vertrauensverlust. Aber auch der Aufschieber ist mit dieser Strategie nicht aus dem Schneider, da Aufschieberitis langfristig nur Stress erzeugt.

Zwar macht es durchaus Sinn in der Hitze eines Streits, die inhaltliche Diskussion auf einen Zeitpunkt zu vertagen, an dem sich die Gemüter wieder beruhigt haben. Aber nur, wenn diese dann auch wirklich erfolgt. Einem Konflikt durch ständige Vertagung auszuweichen, führt nur dazu, dass dieser sich von einem Schwel- zu einem Flächenbrand ausbreitet oder irgendwann lautstark explodiert. Denn Konflikte lösen sich in der Regel nicht von allein, sondern nur indem sie konstruktiv angesprochen und zu beiderseitiger Zufriedenheit ausgelotet werden.

Beziehungsstreit wegen Haushalt

Dies gilt natürlich auch für Konflikte um die Aufgabenverteilung der Hausarbeit in einer Partnerschaft. Diese löst sich übrigens ebenso wenig wie Konflikte ohne Zutun in Luft auf. Mit Aufschieberitis bleiben die sauberen Teller also im Geschirrspüler. In vielen Beziehungen kommt es deshalb zum Streit darüber, dass der Müll schon wieder nicht entsorgt oder die Wäscheberge langsam Mount Everest Ausmaße annehmen.

Natürlich unterscheiden sich Menschen in ihrem Ordnungs- und Sauberkeitssinn. Das aber ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht angesprochen werden. Die Verteilung der Hausarbeit sollten Paare deshalb frühzeitig aushandeln. Nicht selten beruht Beziehungsstreit wegen Haushaltsarbeiten auf unausgesprochenen Annahmen oder Erwartungen bezüglich der Aufgabenverteilung. Wie viele andere Beziehungsstreits gehen diese Konflikte dann auf das Konto eines grundsätzlichen Kommunikationsdefizits.

Unbefriedigte Bedürfnisse aufdecken anstatt aufschieben

Noch problematischer wird es, wenn der Beziehungsstreit wegen Haushaltsarbeiten nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Denn nicht selten steht hinter einer Kritik wie „Du hast schon wieder deine Socken überall liegen lassen“ ein unbefriedigtes Bedürfnis – in diesem Fall womöglich fehlende Wertschätzung oder das Ignorieren eines persönlichen Ordnungsbedürfnis. Sowohl für das Enttarnen unterschwelliger Kritik oder unbefriedigter Bedürfnisse als auch von unausgesprochenen Erwartungen gibt es nur eine Lösung: darüber reden. Fragen stellen, tiefer gehen, versuchen die Wurzel zu finden und dann nach beide Parteien zufrieden stellenden Lösungen suchen.

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Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.