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Ein Jahr mit einem Narzissten

beziehungsweise-Leserin Katrin Roth hat gerade noch rechtzeitig den Absprung geschafft aus einer Beziehung mit einem Narzissten. Um andere zu warnen, hat sie über ihre erschütternden Erlebnisse ein Buch geschrieben

Mein Leben lang habe ich mich selbst gesucht und versucht, den perfekten Partner zu finden. Einen Partner für eine Beziehung, welche auf bedingungsloser Hingabe und Liebe basieren würde: völlige Verbundenheit, für immer.

Dass dieser Wunsch – heute zurückblickend – völlig utopisch ist, liegt wohl auf der Hand …

Nachdem meine Ehe gescheitert war, entschloss ich mich, mein Leben komplett umzukrempeln. Meine neugewonnene Freiheit kostete ich voll aus und erforschte vor allem meine sexuellen Vorlieben. Durch eine Affäre lernte ich, dass ich nur mit einem dominanten Partner wahre Erfüllung und Glück finden würde.

Damals entwickelte ich ein hieb und stichfestes Partnerprofil, an das ich mich strikt hielt. Mein idealer Partner sollte sein: groß gewachsen, gebildet, erfolgreich, eine tiefe männliche Stimme haben, mindestens um die vierzig Jahre alt sein und fest im Leben stehen. Vor allem aber sollte er dominant sein, ein Gentleman und sexuell erfahren.

Durch ein Online-Portal lernte ich einen Mann kennen, der scheinbar perfekt auf dieses Profil passte. Nach einigen Wochen des näheren Kennenlernens entwickelte sich, auf seinen Wunsch hin, eine feste Beziehung. Alles passte perfekt zwischen uns – ich fühlte mich überglücklich!

»Du wirst mir alles geben und dafür da sein, um mir gut zu tun«, machte er mir immer wieder klar. Er forderte absoluten Gehorsam und völlige Unterwerfung, welche ich bereit war zu geben, denn dies gehörte zu meiner devoten Natur und ich wollte dadurch seine Liebe für mich gewinnen. Zudem führten wir eine aufregende sexuelle Beziehung. Jeden meiner Schritte verfolgte und regierte er, während ich ihn unbewusst zum Fixpunkt meines Lebens machte.

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Über den Autor/die Autorin

Katrin Roth

Katrin Roth wanderte nach ihrem Abitur erst nach Australien und dann für acht Jahre nach Neuseeland aus, wo sie Grundschullehramt und Fotografie studierte. Nach der Trennung von ihrem neuseeländischen Mann kehrte sie mit ihren Kindern zurück nach Deutschland und startete eine neue Existenz. Neben ihrer Leidenschaft als Fotografin und zwischenzeitlicher Arbeit als Autorin, ist sie als Sprachlehrerin tätig.