Der 9 Punkte-Notfallplan für die Beziehung

Was Sie unbedingt versuchen sollten, wenn das Beziehungsaus droht. Eine Checkliste für Paare, um rasche Rettungsmaßnahmen durchzuführen. Von Kirsten Schwieger

Eines gleich vorweg: Es gibt keine Zauberformel, mit der sich Beziehungen auf einen Schlag kitten oder wieder auf Null zurücksetzen lassen. Zu tief sind in der Regel die Wunden vergangener Verletzungen und zerstörerischer Kommunikation. Es ist ist eher die Summe kleinerer, veränderter Verhaltens- und Denkweisen, die den Teufelskreis erodierter Beziehungen durchbrechen und diese heilen können. Wobei alle eines gemeinsam haben: Eine grundlegende Änderung der eigenen Mentalität dem Partner gegenüber sowie hinsichtlich Beziehungen generell.

Verantwortung für die Beziehung übernehmen

Verantwortung für den eigenen Anteil an den Beziehungsproblemen zu übernehmen, ist der beste Ausgangspunkt. Und gleichzeitig eine Fähigkeit, welche die gesamte Beziehungsdynamik ändern kann. Nicht darauf warten oder drängen, dass der andere sich ändert. Sondern sich an die eigene Nase fassen und herausfinden, welche Verhaltensweisen der Beziehung schaden – oder gut tun.

Wohlwollen statt Distanz

Auf dasselbe Konto zahlt auch ein, Gleiches nicht mit Gleichem zu vergelten. Natürlich schmerzt es, wenn der Partner auf Distanz geht. Darauf aber verletzt zu reagieren und sich ebenfalls zu entziehen, verschlimmert die Entfremdung nur. Wachsen Sie über sich hinaus und bleiben Sie dem Partner emotional verbunden. Reparieren Sie Ihre Beziehung, indem Sie durch Zuhören, Zuwendung und emphatisches Verhalten eine Brücke zum Partner bauen, anstatt den Graben um sich herum zu vergrößern.

Konstruktiv streiten

Erfolgreiche Konfliktlösungs-Strategien zeichnen sich nicht dadurch aus, das am Ende einer gewinnt. Sondern dadurch, dass die Beziehung durch den Konflikt keinen Schaden nimmt. Behandeln Sie Ihren Partner auch im Streit immer respektvoll und vermeiden Sie Angriffe auf dessen Person. Untersuchungen haben ergeben, dass 69% von Beziehungsproblemen inhaltlich sowieso nicht gelöst werden (können). Abgesehen davon sind die vordergründigen Streitgründe in der Regel nicht das, um was es bei vielen Streits wirklich geht.

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