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Alles, was bleibt, ist ein Schatten

Sie fühlte sich von der Familie ihres Partners geliebt und akzeptiert. Bis zu jenem Tag im Dezember, der alles für immer veränderte … Unsere Autorin über einen Streit ihres Partners mit seinem Bruder – und welche Rolle sie dabei spielte

Ich erinnere mich noch genau an diesen 10. Dezember 2017, der alles veränderte. Es war ein besonderer Tag, denn die Nichte meines Partners wurde getauft. Es war eine schöne Taufe. Danach gab es ein feierliches Buffet in der ausgebauten Scheune meines Schwagers. Während des Essens fing es an zu schneien. Langsam, aber sicher entwickelte sich das sanfte Rieseln zu einem Schneegestöber, wie ich es noch nie gesehen hatte. Als es für einen kurzen Moment ein bisschen besser wurde, beschlossen mein Partner und ich, bei seinen Eltern noch einen Kaffee zu trinken. Dies taten wir oft, denn wir haben bisher keine eigene Kaffeemaschine. Meine Schwiegereltern haben nichts dagegen, im Gegenteil.

(Man muss dazu sagen: Mein Partner wohnt gegenüber seiner Eltern, der Bruder wohnt mit Frau und Kindern in einer Wohnung über den Eltern. Zusätzlich hat er eine Straße weiter eine ausgebaute Scheune, die er als Location zum Fußballschauen, für Feiern etc. nutzt.)

Worte wie Messerstiche, mitten ins Herz

So saßen wir also am Esstisch meiner Schwiegereltern und tranken Kaffee. Wir waren allein, schließlich waren alle bei der Tauffeier nebenan. Plötzlich hörten wir, wie die Haustür aufgeschlossen wurde und jemand hektisch die Treppe zur Wohnung meines Schwagers Paul und seiner Frau Anna hochlief. Wenige Minuten später wurde die Tür zum Wohnzimmer aufgerissen und das Drama nahm seinen Lauf …

Paul kam herein mit einem Baby-Trinkfläschchen in der Hand. Er wetterte los: „Warum ist das Wasser noch nicht fertig?!“ Wir verstanden nur Bahnhof. Es stellte sich heraus, dass er versucht hatte, uns zu erreichen. Er wollte, dass wir heißes Wasser für Miriams Trinkfläschchen kochen. Mein Partner ist jedoch kein Handy-Mensch und ich hatte das Chatprogramm, über das der Bruder mir geschrieben hatte, schon vor längerer Zeit gelöscht.

Wir versuchten ihm zu erklären, warum er uns nicht hatte erreichen können, doch er hörte überhaupt nicht zu. Stattdessen ließ er eine Flut an Vorwürfen auf meinen Partner (und mich) herabprasseln: Wir würden die Privilegien des Elternhauses nutzen, ohne je etwas dafür zu tun. Mein Partner würde sich vor jeglicher Art von Arbeit und Verantwortung drücken und obendrein seinen Eltern keinerlei Wertschätzung entgegenbringen.

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Über den Autor/die Autorin

Helena Muhm

Helena zog es 2011 nach Kassel, wo sie ein Studium in Germanistik und Anglistik absolvierte. Seitdem lebt und liebt sie in der nordhessischen Stadt. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben. In ihren Geschichten ist das Thema Liebe immer präsent, denn die junge Frau findet, dass es nichts Schöneres gibt, als Schmetterlinge im Bauch.