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Das tödliche Gift Eifersucht

Krankhafte Eifersucht ist Gift für jede Beziehung. Jonathan Bern hat erlebt, was Eifersucht anrichten kann und hat für alle, die ihrem Partner mit Misstrauen begegnen, einen guten Rat

Eines Tages passierte etwas, das ich in meinen schlimmsten Träumen nicht erwartet hätte. Das Virus Eifersucht infizierte meinen Körper und meinen Geist. Es fing an, als ich mich endlich wieder neu verliebte. Sie hatte aber noch nicht wirklich mit ihrer letzten Beziehung abgeschlossen, was sie von Anfang an ehrlicherweise zugab. Ich konnte nicht klar denken, ansonsten hätte ich sofort die Flucht ergriffen. Das Erschreckende daran war für mich, mir einzugestehen, dass ich über Nacht krankhaft eifersüchtig geworden war. Ich hasste dieses Gefühl der Ohnmacht, weil ich nur noch hilflos wie ein kleines Kind um mich schlug, als ob ich ferngesteuert wäre.  Misstrauen bestimmte ständig meine Gedanken und mein Handeln.

Jede Nacht ein neues Eifersuchts-Szenario

Die übertriebene Aufmerksamkeit empfand meine Partnerin am Anfang als sehr schmeichelhaft, aber relativ schnell konnte sie meine Kontrolle nicht mehr ertragen. Bei jeder Auseinandersetzung merkte ich, dass ich immer mehr in die Eifersucht verrante und somit in Richtung Zerstörung der Gefühle steuerte. Streit wegen Eifersucht? Ich wusste nicht, wie ich mich davon befreien konnte, weil ich nicht verstand, was mit mir passierte. Ich wurde taub, blind – aber leider nicht stumm. In jeder schlaflosen Nacht spielte sich immer wieder der gleiche Film ab, ich schrieb das Szenario jedes Mal neu, um erfundene Beweise für meine Eifersucht rauszuschreien. Ich zog mich zurück in meine eigene Welt, in eine kranke Fantasie, die nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun hatte.

Egal, dass meine Freundin sich immer wieder Mühe gab, zu erklären, meine Verlustängste wären unbegründet. Ihr ging es auch nicht gut, weil sie hin-und hergerissen war. Sie wollte mich nicht verletzen, fühlte sich aber immer mehr unter Druck gesetzt. Sie brauchte noch etwas Zeit, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Sie hatte Angst, sich so schnell wieder auf etwas Neues einzulassen. An manchen Tagen versuchten wir voller Zuversicht in die Zukunft zu blicken, aber immer öfters gab es Streit wegen meiner Eifersucht und gegenseitige Vorwürfe.

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Über den Autor/die Autorin

Jonathan Bern

Jonathan Bern ist teils in Deutschland und teils in Frankreich aufgewachsen. Seine Wahlheimat bleibt Nizza, wo er mit 17 auf die merkwürdige Idee kam, einen Magister in Germanistik zu machen. In dieser Zeit schrieb er einen Artikel für die renommierteste französische Zeitung "Le Monde" und beschloss Journalist zu werden. Die Zeitung, bei der er einen Job fand, musste nach einem Jahr Konkurs anmelden und so landete er bei einer Airline, um seine Miete zu zahlen. Seitdem träumt er davon, irgendwann ein Buch zu schreiben..