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Alles eine Frage der Kommunikation?

Woher kommen die vielen Missverständnisse zwischen Partnern? Auch in den harmonischsten Beziehungen bleibt Streit nicht aus, das ist in der Beziehung unserer Gastautorin Christiane Mieth nicht anders. Hier verrät sie, wie sie gelernt hat, unterschiedliche Bedürfnisse besser zu verstehen

Oft entsteht Streit, weil wir aneinander vorbeireden und uns missverstanden fühlen. Dann frage ich mich, warum sich mein sonst so lieber und verständnisvoller Schatz plötzlich so stur verhält. Egal wie ich es drehe und wende, er scheint einfach nicht verstehen zu wollen, was ich meine. Dabei ist es doch sonnenklar!

Ein gutes Beispiel lieferte mir neulich mein Kollege, als er mich missmutig fragte: „Warum macht ihr Frauen das immer?“ Er hatte gerade ein Telefonat mit seiner Freundin beendet. Ich fragte: „Was genau meinst du?“ Er raufte sich die Haare. „Na, einem immer das Wort im Munde umzudrehen und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen?“

Wie es zur Mücke und dem Elefanten kam

Ich muss gestehen, dass mir diese Behauptung nicht neu war. Wir Frauen bekommen immer wieder plakative Stempel aufgedrückt wie „zickig“, „anstrengend“, „kompliziert“. Dabei steckt hinter jeder vermeintlich zickigen Frau das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Ich witterte eine Chance, einen ahnungslosen Mann aufzuklären: „In der Regel verstehen wir Frauen genau das, was man uns sagt. Und wenn es für uns ein Elefant ist, ist es einer. Mag ja sein, dass es für dich nur eine Mücke ist, aber das muss für deine Freundin nicht genauso sein. Aber was hast du denn genau gesagt?“

Es ging um den Geburtstag seiner Partnerin. Sie wollte gern schön mit ihm frühstücken gehen. Er wollte aber zum Sport. Sie empfand ihren Geburtstag als dem Sport übergeordnet. Schließlich sei es ja ihr Tag, also dürfe sie doch erwarten, dass er zumindest an diesem Tag auf sie Rücksicht nimmt. Er bot an, zusammen Mittagessen zu gehen. Sie bot an, er könne ja mittags zum Sport. Er lehnte ab, da an einem Samstagmittag die Hölle los sei im Fitnessstudio und man mit vollem Bauch eh keinen Sport machen sollte. Sie reagierte damit, dass ihm immer alles andere wichtiger sei als sie. Er entgegnete, dass sie ohnehin die ganze Zeit zusammen seien, da müsse zweimal Sport die Woche doch drin sein. Sie fuhr ihn an, dass das verdammt nochmal nicht an ihrem Geburtstag sein muss!

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Über den Autor/die Autorin

Christiane Mieth

Christiane Mieth liebt es, in Düsseldorf durch die Straßen zu ziehen und Menschen zu beobachten. In ihrem Blog Mieth me! schreibt sie Geschichten über alles, was ihr dabei begegnet, über Menschen und Freundschaften, das Leben und natürlich auch die Liebe.