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Wochenbett-Ruhe: Gönnen Sie sich eine Auszeit. Ohne zu schummeln!

Hand aufs Herz: Für die meisten frisch gebackenen Eltern geht ca zwei Wochen nach der Geburt der normale Alltagswahnsinn wieder los – mit dem enormen Unterschied, dass ein Neugeborenes versorgt werden will. Aus sehr guten Gründen sprechen sich Hebammen jedoch für sechs bis acht Wochen aus, in denen sich Mütter und Babys aufeinander besinnen sollten. Und in der sich, wenn es die Jobsituation zulässt, auch der Partner in seine neue Vater-Rolle einfühlen kann

Nach der Entbindung steht das Leben Kopf. Die Hormone laufen Amok, das Baby ist noch nicht so richtig in dieser großen, grellen, lauten Welt angekommen und Sie in Ihrem Mutterleben erst recht nicht. Hinzu kommen körperliche Folgen der Geburt, etwa eine schmerzhafte Kaiserschnittnarbe oder ein Dammschnitt, und bei manchen leider auch Seelisches, wie etwa eine postnatale Depression. Und bei all dem sollen Sie sich nicht nur um sich selbst kümmern, sondern natürlich vor allem für ein kleines, schutzbedürftiges Wesen da sein.

Gut, dass es das Wochenbett gibt! Legen Sie das Smartphone, Ihren Kalender, all Ihre vermeintlich dringenden To-Dos weg und lassen Sie die Zeit stillstehen. Diese Zeit des Einander-Kennenlernens, Aufeinander-Einlassens, Gegenseitig-Bestaunens kommt niemals mehr zurück. Ich sage dies, weil ich den Fehler gemacht habe, nach der Geburt meines Sohnes zu schnell wieder zu viel zu wollen.

Ich gestehe: Ich bin ein Flummi. Ein ausgewachsenes Energiebündel, und noch dazu ungeduldig bis zum Gehtnichtmehr. Passt nicht wirklich zu der Zeit nach der Geburt… Und so fiel es mir – trotz eines ungeplanten Kaiserschnitts, der mich ordentlich ausknockte und dank dem ich eher durch die Gegend schlich wie eine 80-Jährige als wie eine freudestrahlende frischgebackene Mama – unfassbar schwer, die Füße still zu halten.

Einfach mal nichts zu tun!

Haha, das klingt so erholsam… Dieses vermeintliche „Nichts“ besteht aus einigem: Windel wechseln, stillen, zwischendurch mal selbst duschen und einen Happen essen, Babyklamotten wechseln, stillen, schunkeln, dem Liebsten, Verwandten, Freunden und Kollegen Babyfotos (kreisch!) senden, wieder Babyklamotten wechseln, verzückt das Mini-Geschöpf in meinen Armen angucken, mal die Augen zumachen, Termin mit der Hebamme vereinbaren, der Frauenärztin und dem Kinderarzt die frohe Botschaft überbringen, Elternzeitantrag ausfüllen … Uff. Jeder Tag rast, verrinnt einfach so. Wie Frauen das machen, die bereits ein oder zwei Kinder haben, die bespaßt werden wollen und ebenfalls Aufmerksamkeit und Liebe brauchen? I don’t know.

Besuch? Jein …

Natürlich wollen alle, selbst Menschen die Sie schon ewig nicht mehr gesehen haben, Ihnen gratulieren und den neuen Erdenbürger bestaunen. Doch bitte alles zu seiner Zeit. Sie entscheiden, wer Ihnen in dieser verletzlichen und kraftraubenden Zeit gut tut – und wer sich bitte hintenanstellen soll. Verbannen Sie Gedanken wie „Naja, Tante Erna kommt ja nur auf eine Stunde vorbei“ oder „Eigentlich war die Ex-Kollegin eine ganz Nette, und so kinderlieb“ aus Ihrem Kopf. Welche Verwandten und welche Freunde stressen Sie nicht, sondern sind eine wirkliche Hilfe? Wer versteht, wenn Sie kurzfristig doch absagen, weil das Kleine wegen Blähungen brüllt wie am Spieß und Ihre Nerven blank liegen?

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Über den Autor/die Autorin

Vitesse Schleinig

Vitesse ist seit vielen Jahren im Auftrag der Liebe beruflich tätig. Ihr privates Glück kam dank Internet zustande: Ihre Beziehung nahm online ihren Lauf. Und noch heute senden sie und ihr Ehemann sich täglich digitale Liebesbotschaften. Mittlerweile sind die beiden zu dritt: Im Mai 2016 kam ihr Sohn zur Welt und stellt seither das Leben ordentlich auf den Kopf.