Wir sind schwanger: Warum wir unsere Männer in den 9 Monaten nicht vergessen sollten

Sie haben es nicht leicht unsere Männer. Sie müssen all unsere Schwangerschaftswehwehchen klaglos und ohne Murren aushalten und dabei selbst Großes leisten. Deshalb sollten wir sie nicht aus den Augen verlieren

Es ist für uns schwer zu ignorieren: Morgenübelkeit, Erbrechen, der Bauch wächst, die Brüste spannen und dann diese fürchterlichen Stimmungsschwankungen. Jede Banalität kann uns in Tränen ausbrechen lassen. Unsere Männer indes sollen unbeeindruckt davon sein, dass wir sie anschreien, weil schon wieder die Butter nicht im Butterfach steht, uns lächelnd gut zureden und uns die geschwollenen Füße massieren. Immerhin haben wir ja die ganze Last zu tragen!

Ist das gerecht? Nö. Denn es ist bewiesen: Männer haben auch Schwangerschaftssymptome, und das meint nicht nur, dass sie sich solidarisch mit uns ein paar (durchschnittlich 4!!!) Kilo anfuttern. Die Wissenschaft nennt das „Couvade-Syndrom“ (franz. couver = ausbrüten). Gerade beim ersten Kind können werdende Väter unter ähnlichen Beschwerden leiden, wie ihre schwangeren Frauen. Diese Co-Schwangerschaft geht sogar soweit, dass sich Änderungen im Hormonhaushalt nachweisen lassen.

Und dann gibt es da noch die anderen Herausforderungen und Erwartungen an die neue Rolle als Vater. So müssen sich unsere Männer Gedanken machen, wie sie der wachsenden Familie ein schönes Zuhause bereiten, sollen selbstverständlich Elternzeit beantragen und die einfühlsamsten Väter der Welt werden.

Alles in allem, und ob nun hormonell oder psychisch bedingt, können diese Veränderungen dazu führen, dass sie mitfühlender und fürsorglicher werden, sich weniger riskant verhalten und sie fördern letztlich die Bindung zum Säugling.

Eigentlich doch toll. Und sinnvoll.

Wir sollten uns also gut um sie kümmern.

1. Beziehen Sie ihn mit ein

Es fängt schon bei der Überlegung an, wie Sie die Feststellung, dass Sie schwanger sind, mit ihm teilen wollen. Wenn Ihr Mann nicht der Typ ist, der Überraschungen liebt, sollten Sie vielleicht lieber davon absehen, ihm ein liebevoll gepacktes Päckchen mit Babyschuhen ins Büro zu schicken. Was im Kino effektvoll in Szene gesetzt wird, kann unter Umständen Panik, Überforderung oder Ärger in ihm auslösen. Dann wäre der bessere Weg, ihm von Ihrer Vermutung zu berichten und ihn loszuschicken, um einen Schwangerschaftstest zu besorgen und ihn gemeinsam zu machen. So kann er vom ersten Augenblick aktiv daran teilhaben, und die Nachricht, auch wenn sie noch so positiv ist, bricht nicht über ihn herein, während er mit der Kaffeetasse vor dem Computer sitzt. Wenn Sie beide einen lang gehegten Kinderwunsch haben und darauf hin arbeiten, können Sie sich aber auch gern kreativ an der Überraschungsnummer ausleben.


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