Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an!

Abonnieren
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!
Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Können Männer stillen – und wollen wir Frauen das überhaupt?

Männer können ein Kind stillen. Wirklich. Klingt zunächst wie eine Zeitungsente, ist es aber nicht. Was dahinter steckt und warum Männer prinzipiell Milch geben könnten, erklärt beziehungsweise-Autorin Jana Seelig

Am 30. Oktober 2002 berichtete die Nachrichtenagentur AFP von einem 38 Jahre alten Mann aus Sri Lanka, der seine beiden kleinen Babys stillte. Seine Frau war bei der Geburt der beiden Kinder gestorben. Um sie zu beruhigen, hat er die Babys an die Brust genommen. Und dann geschah das Wunder: Nicht nur, dass die Kinder sich beruhigten und entspannten, nein, bei dem Mann setzte auch der Milcheinschuss ein, der sonst nur bei stillenden Frauen zu beobachten ist.

Solche „Einzelfälle“ sind im Laufe der Geschichte bereits mehrfach dokumentiert worden, doch so richtig glauben wollen sie die wenigsten von uns.

Jeder Mensch könnte stillen

In der Tat ist jeder Mensch körperlich dazu fähig, Milch zu produzieren. Brustdrüsen finden sich sowohl in männlichen als auch in weiblichen Körpern wieder. Die bloße Existenz von Brustdrüsen allein ist allerdings nicht ausreichend, um für Milcheinschuss zu sorgen. Dazu ist ein äußerer Reiz notwendig, in erste Linie also ein Kind, das an den Brustwarzen saugt. Dieser äußere Reiz sorgt dafür, dass der Körper spezielle Hormone ausschüttet, die für die Ankurbelung der Milchproduktion sorgen. Das funktioniert nicht nur bei Frauen, sondern eben auch bei einigen Männern.

Förderlich für die Milchproduktion ist auch eine mentale Bereitschaft, ein Kind zu stillen. Vielen Vätern scheint es daran allerdings nicht mehr zu mangeln, denn in Online-Foren, die sich mit dem Thema Vaterschaft beschäftigen, kommt auch der „stillende Vater“ immer wieder auf den Tisch.

Auch Männer wollen eine enge Vater-Kind-Bindung

Viele Männer verbindet der Wunsch, eine ähnlich enge Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen, wie sie Mütter nicht nur aufgrund der Schwangerschaft selbst, sondern eben auch durch das Geben der Brust entwickeln. Die Mutter-Kind-Beziehung gilt nicht zuletzt deswegen nach wie vor als intensiver als die zwischen Vater und Kind, womit sich der moderne Mann von heute nur noch schwer anfreunden kann.

Der Milchproduktion von Männern sind allerdings auch Grenzen gesetzt. Ein hungriges Baby wirklich satt zu bekommen ist trotz der Möglichkeit zu stillen kaum einem Mann möglich. Das liegt vor allem in der Tatsache begründet, dass Männer über viel weniger Milchdrüsen verfügen als Frauen.

In den meisten Fällen ist es Männern also nicht möglich, genug Milch zu produzieren um sicherzustellen, dass das Baby nach dem Saugen an der Brust auch einen vollen Magen hat und aufhört, nach mehr zu schreien. Hier muss also doch wieder die Frau ran – oder aber Medikamente, die den Milchfluss beim Menschen anregen. Ja, die gibt es wirklich!

Weiter geht’s auf der nächsten Seite.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.