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Vater werden ist nicht schwer …

Ich merkte rasch, dass es nicht einfach werden würde

Meine Freunde warnten mich vor dir. Das würde niemals gut gehen, sagten sie. Aber ich wollte nicht hören. Ich glaubte an dich. Ich liebte dich. Und ich liebte uns. Oder liebte ich die Vorstellung, wie wir hätten sein können? 

Unsere Beziehung war geprägt von Konflikten und Verboten. Vertrauen war gut, Kontrolle war besser. Wir stritten uns immer öfter über Kleinigkeiten, weil wir unzureichend miteinander kommunizierten. Du warst dir stets selbst am nächsten, recht egoistisch und ich tolerierte das mit meiner Geduld und Nettigkeit eine gewisse Zeit lang. Ich wollte uns doch schließlich nie verlieren. Aber tief in meinem Inneren wusste ich: das, was du mir antust, verdiene ich nicht.  Ich war eine gute Freundin, aber ich war dir nie genug. Du warst egoistisch, manipulativ, und konntest lügen ohne rot zu werden. 

Du machtest Dinge, für die du mich verachtet hättest, und vieles davon hinter meinem Rücken. Aber ich verzieh dir immer wieder. Wir liebten uns schließlich, oder?

Inzwischen waren wir fast ein Jahr zusammen. Ein Jahr voller Liebe, ein Jahr voller Schmerz, ein Jahr voller Erinnerung. Ich wollte mehr als eine Wochenendbeziehung. Noch immer hielt ich an der Illusion einer gemeinsamen Zukunft fest.

Es kam der 31.12. Dies war das erste Silvester, zu dem wir gemeinsam ins neue Jahr starten würden. Wir verbrachten den Jahreswechsel mit deiner Familie, betranken uns zusammen und begrüßten das neue Jahr. Und irgendwie wusste ich in dieser Nacht, dass das mit uns nicht mehr lang halten würde. Wieso ich das fühlte? Ich weiß es nicht. Aber ich sollte Recht behalten mit meinem Gefühl. 

Das neue Jahr begann mit einem schlechten Gefühl

Wenige Tage später begann ein großer Streit, weil dir unser Beziehungsmodell gefiel, aber ich damit nicht glücklich war. Wir gerieten per Whatsapp und telefonisch massiv aneinander. Ich spürte zudem, dass etwas in und an meinem Körper anders war als sonst. Im Streit warf ich dir an den Kopf: „Ich glaube, ich bin schwanger.“ Wie genau ich darauf kam, kann ich dir nicht sagen. Meine Tage verspäteten sich häufig, mein Zyklus war unregelmäßig und dieses Mal war ich noch nicht einmal überfällig. Du gabst mir als Resonanz: „Das wird schon nicht so sein.“ Und irgendwie glaubte ich selbst nicht daran. Oder? 

Am darauffolgenden Tag hattest du Spätschicht und kurzerhand entschied ich meiner Unwissenheit ein Ende zu bereiten. Ich fuhr mit dem Bus zum nächsten Drogeriemarkt und kaufte den billigsten Test, den ich finden konnte. „Bloß nicht zu viel Geld für ein Hirngespinst ausgeben“, dachte ich. Aber das war es nicht. Ich pinkelte auf den Test, und kurze Zeit später leuchtete mir eine helle, zweite rosa Linie entgegen. Meine Vermutungen hatten sich bestätigt. Auch die beiden nächsten Tests präsentierten mir anhand eines banalen Striches, dass ein Leben in mir wuchs. 

Ich war geschockt und die drei Stunden bis zu deinem Feierabend und einer Möglichkeit dich zu erreichen, zogen sich wie Kaugummi. Als es endlich so weit war und mein Handy klingelte, begrüßte ich dich mit den Worten: „Ich bin schwanger.“ Nicht sonderlich sensibel, aber es musste raus. Du warst geschockt und völlig perplex. Kaum warst du Zuhause, hast du dich betrunken. Du riefst mich alkoholisiert an, und sprachst über deine Ängste. Du wolltest mit 22 kein Kind und hast für eine Abtreibung plädiert. 

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Leserbeitrag

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