Deine Distanz macht mich kaputt

Wenn die Partner langsam und immer weiter auseinander driften: Ist die Liebe stark genug für diese Prüfung? Ein anonymer Leserbeitrag 

Es fing so gut an, vor sieben Jahren. Wir waren Freunde. Gute Freunde, die sich schließlich näher kamen. Alles war plötzlich neu und doch vertraut. Wir konnten die Finger nicht voneinander lassen, schliefen mehrmals täglich miteinander. Wir lachten viel miteinander und genossen die gemeinsame Zeit.

Dann kamen die Probleme.

Irgendwie schlitterten wir immer wieder in Schwierigkeiten. Nach einem Jahr fing es an, unsere erste Krise. Du hattest damals Zweifel: Zweifel an unserer Beziehung, Zweifel, ob ich die Richtige für dich bin. Wir hatten über Monate keinen Sex, keine Zärtlichkeiten.

Diese Krise haben wir gemeistert. Ebenso die Krisen, die folgten.

Aber jede Krise hinterlässt ihre Spuren. Nach der ersten war nichts mehr wie vorher. Es gab kaum noch Körperlichkeit zwischen uns. Auf dem Sofa lagen wir nebeneinander, manchmal wurde gekuschelt. Das war’s.

Ich versuchte alles. Du wolltest nicht mehr knutschen. Es gab nur noch Bussis. Wenn ich mehr wollte, wurde ich abgewürgt. An Sex war gar nicht zu denken.

Es machte mich verrückt: Ständig einen Korb zu bekommen, an mir und unserer Beziehung zu zweifeln. Ich fühlte mich einfach nur noch unattraktiv.

Jedes Mal sagtest du, es läge nicht an mir, doch wie soll ich das glauben, wenn du mir nie zeigst, dass ich dir gefalle?

An Sex war nicht mehr zu denken

Vor einem Jahr im Winter sprachen wir darüber, im kommenden Herbst mit der Familienplanung zu beginnen.

Doch das Blatt wendete sich. Ich war unzufrieden, ich wusste nicht, wie eine Kinderplanung ohne Sex funktionieren sollte …


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