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Keine Macht den Arschlöchern!

Ich war genervt. So ein schöner Start und jetzt diese Pleite! Meine Geduld war am Ende, ich hatte genug und wollte Klarheit. Ich spürte seine Ambivalenz mir gegenüber, konnte sie aber noch nicht richtig lesen. War er wirklich unentschlossen und konnte irgendwie auch nicht wirklich etwas dafür? Es gibt sie ja tatsächlich, die Menschen, deren Verhalten sehr arschlochmäßig rüberkommt, aber viel mehr mit der eigenen Ambivalenz zu tun hat. Oder hatte ich es mit einem Menschen zu tun, der sich unentschlossen gab, mich aber eigentlich nur warmhielt, weil er es geil fand jemanden verfügbar zu wissen? Um sein Ego zu füttern. Einen Menschen, dem es nicht um den anderen geht, sondern nur um die Funktion, die sein gegenüber erfüllt.

Es war also an der Zeit etwas ungemütlich zu werden, auch wenn ich selbst klare Kommunikation meist als sehr entlastend empfinde. Viele tun sich damit jedoch schwer und befürchten zu nerven. Und das kann auch sein, aber wir kommen sicher nicht zu dem, was wir wollen, wenn wir schweigen und auf gespielte Harmonie setzen.

Wünsche brauchen Klarheit. Und umgekehrt

Wenn wir Klarheit wollen, dann tun wir gut daran das einzufordern, was wir uns wirklich von dem anderen wünschen. Selbstbewusst mit dem zu sein, was wir brauchen. Und uns die Antwort sehr genau anzuhören. Vielleicht trifft jemand der tatsächlich unentschlossen ist, eine für uns positive Entscheidung und hat wirklich nur diesen kleinen Schubs gebraucht. Aber vielleicht wird sich auch gegen unsere Wünsche und für etwas anderes entschieden. Oder es wird weiter rumgeeiert. Wichtig ist, dass wir selbst ehrlichen Schlüsse aus der Reaktion ziehen. Auch, wenn uns die Reaktion nicht gefällt.

Ich bekam von Andreas eine „Ja, klar ich versteh das total. Tut mir voll Leid. Es ist nur einfach gerade so viel zu tun. Ich würde dich aber gerne irgendwann nochmal sehen. Ich glaub nächste Woche könnte es vielleicht klappen“-Nachricht und verabschiedete mich von ihm. Ich hatte genug von dem hin und her. Entweder will man mich oder nicht. Und ich wusste nun, dass er mich nicht wollte. Denn alles, was kein Ja ist, ist ein Nein.

Mit den meisten Unentschlossenen gibt es kein Happy End. Sie werden nicht irgendwann sicher sein, dass das mit euch eine super Idee ist. Egal auf welcher Ebene. Ob es um Sex, Liebe oder Freundschaft geht. Weil es ihnen Angst macht, sich auf jemanden einzulassen. Oder zu anstrengend ist. Oder weil andere Menschen und Dinge wichtiger sind. Weil sie vielleicht doch heimlich eine andere haben, oder das Spiel langweilig geworden ist. Oder sie standen von Anfang an nicht wirklich auf dich, mochten aber die Aufmerksamkeit und Bestätigung so gerne. Es ist egal, wie toll oder heiß oder lieb oder nett oder aufmerksam oder gut im Bett oder charmant oder in was für einer schwierigen Phase er oder sie ist: Wir werden nicht bekommen, was wir wollen. Und an dieser Stelle sollte es keine Kompromisse geben.

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Über den Autor/die Autorin

Anna Zimt

Anna liebt Sex, erste Dates und ihren Mann Max. Die beiden führen eine offene Ehe. Sie ist Autorin, Songwriterin und noch ganz viel mehr. In ihrer Kolumne „Nacktaktiv“ schreibt sie für beziehungsweise über die Dinge, die sie nackt und nachts erlebt und über alles, was ihr so durch den Kopf geht, wenn sie mal nicht schlafen kann.

Weitere Stories aus dem Leben von Anna kann man in ihren Bücher "In manchen Nächten hab ich einen anderen" und "Leck mich - Wie ich lernte zu bekommen was ich will: Im Bett, in der Liebe und im Leben“ nachlesen oder in mit ihrem Podcast "Schnapsidee - der Podcast über Liebe, Love & sexy sein" hören.