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unerhört: Ich möchte mich nicht trennen, aber …

Unsere beziehungsweise-Leserin liebt ihren Partner, doch die Fernbeziehung macht sie unglücklich. Welche Zukunft hat das Paar, falls es überhaupt zusammenbleibt? 

Frage:
Er zeigt mir nicht, dass ich wichtig bin für ihn. Ich fühle mich wie das „fünfte Rad am Wagen“. Hat das eine Zukunft?

Mein Freund und ich sind seit zwei Jahren zusammen. Wir studieren in unterschiedlichen Städten und führen eine Fernbeziehung. Eigentlich ist es eine sehr harmonische, liebevolle Beziehung. Richtige Streits gibt es eigentlich kaum, bis auf dieses eine Thema …

Er ist ein sehr introvertierter Mensch. Bei ihm passt das Sprichwort: „Stille Wasser sind tief.“ Er hat seinen festen Freundeskreis und braucht Zeit, bis er auftaut bzw. sucht eher weniger nach neuen Menschen, aber seine Freunde zuhause sind sein Ein und Alles. Er ist Einzelkämpfer, weil er es wohl nicht anders kennt.

Mein Studium dauert ein halbes Jahr länger als seines. Er möchte nach dem Abschluss wieder in seine Heimat, was ich natürlich nachvollziehen kann, aber er lässt mich dabei außer Acht. Er möchte zwar gerne, dass ich mitziehe. Ich habe zuhause aber auch Familie und Freunde. Was nicht heißen soll, ich wäre nicht gewillt mitzugehen, aber er ist nicht bereit, für mich ein Risiko einzugehen.

Ich wünsche mir, er würde nach seinem Abschluss zu mir kommen und ein halbes Jahr hier leben, aber das will er nicht, er möchte sofort zurück. Gleichzeitig hat er große Angst, ich könnte ihn in der Zwischenzeit verlassen. Er zweifelt an mir, an meiner Liebe und an unserer Beziehung.

Ich bin ein Mensch, der viel zu viel nachdenkt. Und er hat diesbezüglich schon so viel zu mir gesagt, was mir Angst macht. Ich habe Angst vor der Zukunft und davor, dass er mich anscheinend nicht so liebt, wie ich es gerne hätte. Ich weiß, dass er mich liebt, er sagt auch immer, er möchte mit mir eine Zukunft, Haus und Kinder – aber er ist nicht bereit, für mich ein Risiko einzugehen. Ich spiele wohl keine solch wichtige Rolle in seinem Leben.

Wenn er zu seinen Freunden nach Hause fahren kann, setzt er alles dafür in Bewegung, so früh wie möglich loszukommen … Wenn er zu mir fahren kann, gilt: je später desto besser.

Es macht ihm auch nichts aus, wenn wir uns einige Wochen gar nicht sehen. Er ist ein sehr freiheitsliebender Mensch, was auch völlig in Ordnung ist, aber das Gefühl, das er mir jedes Mal dabei gibt, ist, dass ich nicht diese Priorität in seinem Leben spiele, die ich mir wünsche.

Natürlich habe ich mit ihm auch schon des Öfteren darüber geredet, mehrmals, es gibt eigentlich nur noch dieses eine Thema. Aber er versteht es nicht oder zumindest sieht er es nicht so.

Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Wie es weitergehen kann. Wie gesagt, eigentlich ist die Beziehung „perfekt“. Wenn er hier ist, ist er liebevoll, aufmerksam, wir lachen sehr viel, der Sex ist klasse, er nimmt mich trotz allem so, wie ich bin.

Ich weiß auch zu schätzen, was ich an ihm habe. Er ist kein Typ, der Überraschungen organisiert oder Blumen mitbringt. Das erwarte ich auch gar nicht. Er hilft mir im Haushalt, er unterstützt mich mit meinen Eltern, um die ich mich kümmere. Er ist liebevoll, charmant, freundlich, zuvorkommend – ein großartiger Mensch. Dennoch bleibt dieses Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein.

Was soll ich tun? Was kann ich tun? Ich möchte mich nicht trennen. Aber wie wird das später, wenn Haus und Kinder da sein sollten? Ich brauche Beständigkeit, Verbindlichkeit und Sicherheit. Ich hatte schon zu viele Rückschläge in meinem Leben.

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Über den Autor/die Autorin

Eric Hegmann

Liebe macht glücklich. Unser CLO (Chief Love Officer) verantwortet die redaktionellen Inhalte von beziehungsweise. Eric Hegmann ist Autor zahlreicher Bücher rund um Partnerschaft und Partnersuche und berät Singles und Paare. Arbeitsschwerpunkte: Bindungsangst und Verlustangst ( Beziehung mit Narzissten , emotionale Abhängigkeit), Beziehungsunfähigkeit , Warnsignale Beziehung: Gehen oder bleiben? und bietet zu diesen Themen zahlreiche (Online-Kurse) an. Der Wahlhamburger ist verheiratet und lebt und arbeitet seit 25 Jahren neben der berühmtesten "Liebes-Meile" der Welt: der Reeperbahn.