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unerhört: Er trennt sich nicht vom alten Hochzeitsfoto

Frühere Beziehungserfahrungen können belastend sein für den neuen Partner. Keine Beziehungserfahrung hat aber ebenso Konfliktpotential

Frage:
Lohnt es sich, in diese Beziehung zu investieren?

Ich bin nun seit fast einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung und sehen uns maximal ein paar Stunden am Wochenende. Er ist beruflich sehr eingespannt und hat noch zwei Kinder aus seiner Ehe. Ich arbeite Vollzeit und habe auch ein Kind aus meiner Ehe. Meine Scheidung läuft und wird Anfang 2016 durch sein. Die Trennung bei ihm, war vor fast drei Jahren und er ist immer noch nicht geschieden. Auch hängen bei ihm in der Wohnung immer noch das Hochzeitsfoto und ein Familienfoto. Ich bin mir einfach nicht sicher ob es sich rentiert so viel Zeit und Kraft in diese Beziehung zu stecken. Ich bin mir sehr unschlüssig was ich weiter tun sollte.

bzw. Antwort:
Hat er die Trennung noch nicht realisiert?

Fernbeziehungen liegen heutzutage im Trend, stellen betroffen Paare aber vor einige Herausforderungen. Durch die begrenzte gemeinsame Zeit und den fehlenden gemeinsamen Alltag, müssen beide Partner sehr kompromissbereit und bindungssicher sein. Das Ziel, irgendwann zusammenzuziehen und damit eine Perspektive zu haben, kann über Zweifel und emotionale Durststrecken hinweghelfen.

Bei Ihnen beiden kommt hinzu, dass aus vorherigen Beziehungen Kinder entstanden sind, was die zeitliche Flexibilität weiter einschränkt. Zu Ihrer konkreten Frage: Ich kann nicht beurteilen, inwieweit Ihr Partner seine vorherige Beziehung verarbeitet hat. Dass seine Ehe nach drei Jahren noch nicht geschieden ist, kann viele Gründe haben, natürlich auch den, dass er die „vollständige“ Trennung noch nicht realisieren will. Das ist aber nur Spekulation. Es gibt aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit, wie Sie Ihre Fragen beantworten können: Sie müssen mit ihm genau darüber sprechen! Warum ist er noch nicht geschieden? Warum hängt noch das Hochzeitsfoto in der Wohnung? Ist es wirklich der stressige Beruf, der häufigere Treffen mit Ihnen verhindert, oder ist in seinem Kopf/Leben noch gar kein Platz für eine neue Frau? Das alles sind wichtige Fragen und abhängig von seinen Antworten werden Sie für sich mehr Klarheit bekommen, welche Perspektive sie beide haben werden.

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Frage:
Er hat keinerlei Erfahrung mit Zusammenleben

Ich führe seit einiger Zeit eine Fernbeziehung. Hauptsächlich bin ich bei ihm und wir ziehen demnächst zusammen in eine neue, gemeinsame Wohnung. Dafür gebe ich alles auf. Das möchte ich auch. Mich beunruhigt jedoch, dass ich für ihn die erste richtige, ernsthafte Beziehung bin. Ist es denn normal, dass ein Mensch erst alles lernen muss, was so wirklich zu einer Beziehung gehört? Wir hatten bereits echt schwere Zeiten, aber ich hatte sehr viel Geduld und wusste was ich wollte. Er gibt mir jedoch das Gefühl, dass er mir misstraut. Dabei mache ich doch mit dem Umzug den größten Liebesbeweis, oder? Was kann ich noch tun?

bzw. Antwort:
Vertrauen zu können, muss erst gelernt werden

Menschen sind unterschiedlich in ihren Empfindungen und Wahrnehmungen – ganz besonders wenn es um die Liebe geht. Manchen gelingt es, schnell zu vertrauen, andere haben immer wieder die Sorge, den Partner zu verlieren. Das kann auch ganz ohne Anlass sein. Oft liegt es daran, dass Personen, die schnell misstrauisch werden und unter großer Verlustangst leiden, in früher Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht haben. Diese Menschen haben es dann schon als Kind erlebt, dass zum Beispiel die Beziehung der Eltern nicht stabil war und evtl. gescheitert ist. So etwas prägt eine Person. Vertrauen zu können muss dann erst gelernt werden – kann aber gelernt werden. Es gibt noch viele andere Gründe, warum ein Mensch misstrauisch sein kann in einer Beziehung (negative Vorerfahrungen, geringes Selbstwertgefühl usw.). Ich weiß nun nicht, was die Ursache bei Ihrem Freund ist, aber er kann es lernen. Vielleicht können Sie sich mit ihm mal darüber unterhalten? Das wäre gut, weil dann auch Sie eine Erklärung für sein Verhalten haben und entsprechend besser damit umgehen können.

Ich bin mir sicher, dass sein Vertrauen schon alleine dadurch, dass sie beide in eine Wohnung ziehen wollen, größer werden wird. Ansonsten können Sie ihn nur immer wieder darin bestärken, dass er richtig dabei liegt, Ihnen zu vertrauen. Sagen und zeigen Sie ihm, was Ihnen an ihm gefällt, welche Eigenschaften Sie besonders mögen. Wie bereits geschrieben, toll wäre auch, wenn sie sich darüber mal – in aller Ruhe und ohne Vorwürfe – unterhalten könnten.Divider

Sie haben auch Fragen? So erreichen Sie uns:

(Mo.–Fr., 9–18 Uhr)

[email protected]
Posting oder Privatnachricht

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Über den Autor/die Autorin

Markus Ernst

Der Diplom-Psychologe Markus Ernst führt in Hamburg eine eigene Praxis als Paartherapeut und psychologischer Gutachter. Außerdem ist er als Coach für Parship tätig.