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Zu bedürftig nach Liebe

Der Wunsch geliebt zu werden lässt manche Menschen Verhaltensweisen von ihren Partnern dulden, die – von außen betrachtet – unerträglich sind. beziehungsweise-Autor Thorsten Wittke zieht eine Grenze zwischen Bedürftigkeit und Kompromissbereitschaft

»Wo ist euer Stolz geblieben?« Das ist die Frage, die mir in der letzten Zeit häufig durch den Kopf geht, wenn ich mir ansehe, wie manche Zeitgenossen sich zum Horst oder zur Else machen, wenn sie wieder mal ihr Herz einem Menschen hinterherwerfen, der ihnen offensichtlich nicht guttut. So liebesbedürftig kann man doch gar nicht sein, dass man sich dermaßen unter Wert verkauft.

Immer öfter höre oder lese ich Geschichten von Leuten über Liebes- und Beziehungsdinge und habe das dringende Bedürfnis meinen Kopf zu schütteln. Wenn es nur um die übliche Unzufriedenheit mit dem jeweiligen Partner ginge, hätte ich keinerlei Grund, mir Gedanken oder Sorgen zu machen. Ich würde es als normale Nörgelei abtun und wüsste, dass sie anschließend nach Hause zu ihrem Lieblingsmenschen fahren und es ihnen gut geht. Aber das, was sie stellenweise berichten, lässt mich daran zweifeln, dass die Person immer noch die Gleiche ist wie die, die als Single so viele Wünschen, Träume und Vorsätze hatte.

Die Wunschlisten waren ewig lang und hier und da so unrealistisch, dass man auch darüber nur mit dem Kopf schütteln konnte. Was sie sich dann aber jetzt teilweise angelacht haben, lässt mich an ihrer Zurechnungsfähigkeit zweifeln und ich stelle mir die Frage, wo die coole, toughe Person von einst geblieben ist.

Mir ist bewusst, dass Liebe nichts ist oder sein sollte, was sich mit dem Verstand erschließen oder erzwingen lässt. Aber nur ganz selten schlägt der Blitz von jetzt auf gleich ein und lässt einem keine andere Wahl. Und selbst wenn. Eine Wahl hat man immer.

Was mich wirklich erschreckt, ist die Tatsache, würden diese Menschen solche Geschichten von Anderen hören, wären sie sehr flott mit dem Ratschlag dabei, die Beine in die Hand zu nehmen und zu laufen. Wenn es um sie selbst geht, ist der blinde Fleck manchmal groß wie ein Fußballfeld.

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Über den Autor/die Autorin

Thorsten Wittke

Thorsten Wittke ist in Essen geboren, aufgewachsen und liebt das Ruhrgebiet. Er hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, vorher studierte er BWL und hat in der freien Wirtschaft gearbeitet. Heute bloggt er über seine Sicht auf die Welt und arbeitet an seinem ersten Buch. Er ist Single und seine Leidenschaften sind das Reisen, Kino, Theater und der Triathlonsport.