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Warum man sich von schlechten Dates nicht verunsichern lassen sollte

Nicht bei jedem Date funkt es sofort. Und trotzdem können Sie einen netten Abend mit Ihrem Gegenüber verleben, auch wenn dieser die ein oder andere komische Marotte hat. Die Autorinnen Sandra Vahle und Mary Green berichten in ihrem etwas anderen Singleratgeber (K)eine Frau zum Verlieben mit viel Ironie und Humor von ihren Erfahrungen. Ein Buchauszug

Mario suchte uns ein nettes Glas Rotwein aus. Das Ganze hier war offensichtlich genau nach seinem Geschmack – ich glaube, er mochte Dekadenz. Jedenfalls zelebrierte er das Aussuchen des Rotweines mit Anmut und Sorgfalt – wissbegierig erfragte er beim Kellner Details. Ein Weinliebhaber – weiß Gott nicht verkehrt.

„Ist es ok, wenn wir erst mal drei bis vier Tapas als Vorspeise nehmen und danach, also nach einer längeren Pause, die Hauptgänge bestellen?“

Klar war das ok. Ich hatte viel Hunger.

Wir trafen gemeinsam eine Wahl. Nun ja, das entsprach nicht ganz der Wahrheit, denn eigentlich suchte Mario sämtliche Tapas aus und ich nickte zustimmend. Das war aber auch ok, denn mir sagte seine Auswahl sehr zu.

Eigentlich war ich nach dem ersten Gang bereits gesättigt. Erstens aufgrund des Essens und zweitens angesichts der Schwere, die sich in meinem Magen ausgebreitet hatte. Mario hatte mir nämlich eine kleine Geschichte von seinem Zwillingsbruder erzählt. Dass dieser eines Abends von ein paar Betrunkenen verprügelt wurde und seither im Wachkoma liegt. Mario!

Herrje, so eine traurige Geschichte erzählt man doch nicht bei einem ersten Date! Mir haben tatsächlich ein wenig die Worte gefehlt und eigentlich fehlen mir relativ selten die Worte. Ich meine, es ist ja irgendwie auch ein Kompliment hinsichtlich der eigenen Vertrauenswürdigkeit, und zudem tut es mir aufrichtig leid, was Marios Bruder passiert ist, und ich hoffe, die Täter schmoren dafür in der Hölle, aber das sind definitiv too much information für ein erstes Date!

Mario bemerkte um diesen Fauxpas und gab sich Mühe, das Ganze wieder umzubiegen.

„Das war jetzt etwas unpassend fürs erste Date, ich weiß! Lass uns die nächste Runde bestellen und über was anderes reden. Über Filme und Bücher! Die Autorin liest doch bestimmt auch gerne selbst, oder?“

Noch mal die Kurve gekriegt, wobei das eigentlich relativ zu betrachten ist, denn ich bin da etwas voreingenommen. Es hatte nicht gefunkt mit Mario, und wenn da kein kleiner Funke am Anfang ist, dann kann auch kein Feuer entfachen. Punkt. Ausrufezeichen!

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, wie froh ich darum sein sollte, dass es nicht gefunkt hatte. Aber dazu kommen wir sogleich.

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Über den Autor/die Autorin

Sandra Vahle

Sandra Vahle lebt als freie Autorin, Werbetexterin, Bloggerin und Unternehmerin in der Fußballstadt Dortmund. Mary Green ist ein Pseudonym für eine 24-jährige Studentin, die als Journalistin für namhafte Zeitungen gearbeitet hat.