MagicMe – Wer bin ich und was steckt noch in mir?

Wie sehen Sie sich selbst? Und welche Stärken und Schwächen haben Sie wirklich? Bloggerin Carrie hat das MagicMe-Coaching ausprobiert und verrät Ihnen, ob sie dabei magische Erkenntnisse hatte

„Es liegt nicht an dir!“ – wunderbar abgedroschen und doch immer wieder gerne verwendet. Eine Phrase, die irgendwie alles und doch auch wieder nichts sagt. Bei mir ruft sie akutes Augenrollen hervor, und je häufiger ich sie höre, desto mehr festigt sich meine ganz eigene Übersetzung: „Du bist nicht mein Typ, und irgendwie habe ich nicht die Eier in der Hose, es dir zu sagen“. Wenn es nicht passt, passt es eben nicht; persönlich finde ich daran keine große Sache, und ich denke, da darf der Single von heute auch drüber stehen. Nur was, wenn es doch an mir liegt? Daran wie ich mich verhalte, wie ich mich ausdrücke, wie ich auftrete? Was, wenn mein eigenes Bild von mir selbst nach außen etwas vermittelt, das ich eigentlich gar nicht vermitteln will?

Das MagicMe-Coaching

Zum Glück ist Hilfe nah. Das MagicMe-Coaching, entwickelt von Dr. Eva Wlodarek, verspricht unter dem Motto „Entfalte, was in dir steckt!“ Unterstützung für all die, die das Gefühl haben, dass da irgendwie noch mehr geht. Durch ausführliche Fragebögen zu produktivem Denken, souveränem Auftreten und entschiedenem Handeln soll dem Coachee eine Einschätzung des Ist-Zustandes geliefert, sein Potential aufgezeigt und obendrauf Übungen an die Hand gegeben werden, wie bisheriges Verhalten optimiert werden kann. Und das alles trendgerecht online. Ich finde, das klingt als sei es einen Versuch wert, schließlich ist es immer spannend, einen professionellen Blick auf sich selbst zu erhaschen. Also klemme ich mich hinter meinen Computer und klicke mich durch die Fragebögen; das Ergebnis erhalte ich sofort nach Fertigstellung des Tests als PDF. Auf 14 bis 20 Seiten pro Kategorie steht sie nun also, die Bewertung meiner selbst. Die Bewertungen und Vorschläge sind hauptsächlich auf mein berufliches Selbst bezogen. Da es da ganz zufriedenstellend läuft, bin ich so frei und verknüpfe die Ergebnisse gekonnt mit meinem Single-Selbst.

Produktives Denken

Ich befinde mich auf Stufe zwei. Das macht mich nicht euphorisch, denn schließlich gibt es auch noch Stufe drei, und immerhin ist es nicht „schlecht“.

Was sagt das Testergebnis: Eigentlich könnte ich ganz zufrieden sein, denn ich habe im Grunde eine positive Einstellung gegenüber meiner selbst und ein gutes Maß an Selbstvertrauen und Optimismus. Und doch mache ich mich innerlich klein, aus Angst, Fehler zu machen, und sabotiere meine Möglichkeiten schon im Kopf, ja nehme sogar oft in Gedanken das Urteil anderer über mich vorweg.

Was sage ich: Stimmt! In den meisten Fällen, in denen ich mich mit einem Mann zu einem Date treffe, gehe ich irgendwie von vorneherein schon davon aus, dass er wieder irgendwas an mir finden wird, das ihn dazu verleitet so etwas zu sagen wie „Du, ich glaub ich will lieber noch ein bisschen Single sein!“. Ich habe Angst, dass der andere mich uninteressant, langweilig, unattraktiv findet, ich fühle mich als wäre ich auf dem Weg zu einer Fleischbeschau. Zudem teile ich wenig von mir mit, wenn ich nicht einschätzen kann, ob mein Gegenüber Interesse an mir hat. Ist das bescheuert? Absolut! Sollte ich daran etwas ändern? Aber klar doch!

Ich bin ein großer Fan des Gesetzes der Anziehung – was wir fühlen und ausstrahlen, ziehen wir an. Demnach, kann ich gar keinen tollen Typen anziehen wenn ich mich selbst nicht toll fühle; und dazu gehören eben keine negativen Gedanken. Also werde ich zukünftig dem kleinen Gnom in meinem Hirn einen Muffin ins Maul stopfen, so dass er den Mund hält, und mich mal darauf konzentrieren, gute Gedanken zu denken.

Entschieden handeln

Wiederum Stufe zwei. Ist doch schön, wenn man immer noch ein bisschen Luft nach oben hat.

Was sagt der Test: Ich kann entschieden handeln, aber da geht noch mehr. Oft stelle ich die Interessen anderer vor meine eigenen, unter anderem auch aus Angst, sonst nicht mehr wichtig für mein Umfeld zu sein. Ich darf meine eigenen Interessen mehr in den Vordergrund rücken.

Was sage ich: Stimmt in Teilen. Die Tatsache, dass ich früher viel getan habe, obwohl ich es eigentlich nicht wollte, nur aus einem schlechten Gewissen heraus oder um andere nicht zu verärgern, ist mir bewusst. Tatsächlich kam irgendwann der Punkt, an dem ich die Faxen dicke hatte und einfach mal damit begonnen habe, mein eigenes Interesse vor das der anderen zu stellen, einfach und allein aus dem Grunde, dass ich es satt hatte, ständig etwas zu tun, das mir keine Freude bereitet, nur um anderen einen Gefallen zu tun. Ich habe begonnen, mehr auf mein Bauchgefühl zu hören, und wenn sich etwas nicht gut angefühlt hat, habe ich es nicht gemacht. Seitdem fühle ich mich sehr viel zufriedener, und meine Angst, Menschen würden mir dann den Rücken zukehren, hat sich nicht bestätigt.

Was die Männerwelt angeht, dürfte ich sicherlich noch ein bisschen an meiner Entscheidungskraft arbeiten. Ich werde viel zu oft hingehalten, was ein Zustand ist, den ich zutiefst verabscheue. Leider fehlt es mir dann trotzdem oft an Entscheidungskraft: Es fällt mir viel schwerer, auf mein Bauchgefühl zu hören und entsprechend zu handeln. Mein Ziel, eine liebevolle Beziehung zu führen, sollte ich mir in solchen Situationen wohl noch präsenter vorstellen, so dass für mich kein Zweifel mehr besteht, dass der, der mich da so frech in der Luft schweben lässt, nicht der Richtige für mich sein kann.

Souveränes Auftreten

Aller guten Dinge sind drei, auch hier befinde ich mich auf der Mittelstufe.

Was sagt der Test: Ich bin mir meiner selbst und meiner Fähigkeiten sehr sicher, finde jedoch, dass meine Leistung für sich sprechen sollte und bleibe lieber im Hintergrund – wünsche mir aber, auch mal im Mittelpunkt zu stehen. Ich darf üben, mich selbst besser zu vermarkten.

Was sage ich: In punto Dating-Aktivitäten räume ich ein, dass ich meinen Selbstwert tatsächlich noch deutlich steigern darf. Ich frage mich oft, ob ich vielleicht langweilig und uninteressant bin. Diese Annahme basiere ich auf dem, was ich bei anderen sehe: Drölfzig verschiedene Hobbies, Interessen in jedem nur denkbaren Bereich und natürlich fahren alle Ski. Was diese Menschen von mir unterscheidet? Sie scheuen sich nicht, ein bisschen anzugeben. Ich denke mir „ist doch nichts besonderes“ und bin eher bescheiden als prahlerisch. Ich denke, meine Zurückhaltung kommt daher, dass ich mir immer gerne erst dem Interesse einer anderen Person sicher bin, bevor ich mal auspacke, wie toll ich eigentlich bin und was ich so alles Tolles kann.

Aber mal ehrlich: Die meisten Männer, die ich bis jetzt getroffen habe, hat es einen feuchten Pups interessiert, ob ich mich für ihre selbstdarstellerischen Erzählungen interessiert habe. Genau so ist es mit diesem „im Mittelpunkt stehen“. Ja, ich mag es schon, wenn ich zum Beispiel etwas erzähle und merke, ich reiße die Menschen um mich herum mit. Gleichzeitig fühle ich mich in einem erzwungenen Mittelpunkt schrecklich unwohl, wenn mich da jemand reinschubst und sagt „Los! Tanz!“ und ich nicht das Gefühl habe, irgendjemanden würde es interessieren, und doch klatschen alle aus Höflichkeit. Ich möchte nicht prahlerisch sein, mich nicht in jeden Mittelpunkt drängen, und doch kann ich von diesen Menschen lernen, denn sie wissen, wie sie sich vermarkten.

Das Coaching hat keine für mich vollkommen neuen Einblicke aufgedeckt, und doch hat es mir geholfen, mich wieder daran zu erinnern, an welchen Baustellen ich noch arbeiten darf, die ich sonst gerne mal aus den Augen verliere. Das MagicMe-Coaching gibt mir neben einer ausführlichen Analyse des Ist-Zustandes viele praktische Übungen an die Hand, wie ich ein neues Verhalten „trainieren“ kann. Frei nach dem Motto „von nichts kommt nichts“ stürze ich mich nun in meine Hausaufgaben… 🙂

Mit freundlicher Unterstützung von MagicMe-Coaching
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