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Luft raus: Wenn die Kennenlernphase im Sande verläuft

Es fing gut an, dann nahm das Interesse ab: Nach den ersten Treffen verlaufen viele Kontakte im Sande. Mit diesen Strategien verhindern Sie, dass die neue Bekanntschaft einschläft, bevor sie so richtig begonnen hat

Dating ist alles andere als einfach. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche. Immer wieder lernt man wirklich tolle Menschen kennen, datet sich eine Weile, hat eine gute Zeit miteinander – tja, und plötzlich war’s das. Funkstille. Doch woran liegt das?

Falsche Eitelkeit

„Wenn er sich nicht meldet, melde ich mich auch nicht. Ich renn doch keinem Mann hinterher“, hat meine beste Freundin neulich erbost geschimpft. Ansich ein sinnvoller Schutzmechanismus unseres Herzens. Aber: Was ist, wenn es der Gegenseite genauso geht? Was ist, wenn dort auch eine unsichere Person sitzt, die nicht weiß, was Sache ist? Und schon ghosten sich vielleicht zwei Menschen, die sich eigentlich mögen. Und dass nur, weil sich einer von beiden ein-, zweimal nicht gemeldet hat. Blöd, oder? Darum: Denken Sie nicht zu lange darüber nach, ob Sie sich nun melden sollen oder nicht. Tun Sie’s einfach, wenn Ihnen danach ist und Sie den anderen vermissen. Lassen Sie die Bekanntschaft nicht aus falscher Eitelkeit im Sande verlaufen.

Null Einsatz

Egal ob es um Beziehungen oder Freundschaften geht: Wenn Sie etwas aufbauen und erhalten möchten, müssen Sie auch etwas dafür tun. Und nein, alle fünf Tage einen Booty Call abzusetzen, zeigt keinen Einsatz. Schreiben Sie Ihrem potenziellen Herzensmenschen stattdessen ab und zu ein paar liebe Worte, per Whatsapp oder E-Mail. Oder noch besser: Rufen Sie an, fragen Sie nach der nächsten Verabredung und schlagen Sie konkrete Termine vor – so bleiben Sie in Erinnerung und zeigen, dass Sie auch nach dem dritten Date noch Interesse haben. Übrigens: Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug ans Meer oder an den See? Auch Konzerte, Festivals oder sportliche Abenteuer sind super geeignet, wie ein Besuch im Hochseilgarten oder eine Kanu-Tour. Alles, was man gemeinsam erlebt, bleibt in (hoffentlich guter) Erinnerung.

Stellen Sie Fragen

Wenn man sich nicht wirklich etwas zu sagen hat, ist es klar, dass man sich irgendwann aus den Augen verliert. Ich hatte schon unzählige Dates, auf denen mir nach ein, zwei Stunden der Gesprächsstoff ausgegangen ist, weil man einfach zu unterschiedlich war. Ich weiß aber auch aus der Erfahrung meiner weiblichen Freundinnen und Kolleginnen, dass wir Männer offensichtlich dazu tendieren, stundenlange Monologe zu halten. Wir erzählen nur von uns und unseren spaßigen Erlebnissen, aber unser Gegenüber lassen wir überhaupt nicht zu Wort kommen. Tja, und ich würde lügen, wenn ich so tun würde, als wäre mir das nicht auch schon mal passiert. Manchmal geschieht es halt einfach, ohne dass man es bemerkt. Und wenn man dann zu Hause ist, stellt man fest, dass man den anderen überhaupt nicht kennengelernt hat.

Darum: Stellen Sie Fragen! Nicht nur beim ersten Date, sondern immer. Und merken Sie sich, was Ihr Gegenüber Ihnen erzählt hat, was ihn oder sie bewegt und beschäftigt. Gehen Sie darauf beim nächsten Treffen wieder ein, auch wenn es Sie vielleicht gar nicht so sehr interessiert. Aber Sie freuen sich ja schließlich auch, wenn Ihre Bekanntschaft Sie beim dritten Date fragt, wie das wichtige Projekt-Gespräch mit Ihrem Chef gelaufen ist. Und ganz wichtig: Bieten Sie sich auch als Ratgeber an, wenn es Probleme gibt. Sei es im Job oder im Leben. Einfühlsame Menschen sind toll und werden mit Sicherheit nicht einfach so ignoriert. Außerdem schaffen tiefgründige Gespräche Vertrauen und Verbundenheit.

Nutzen Sie den Benjamin Franklin-Effekt

Ich gebe zu, dieser Trick klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, doch er funktioniert tatsächlich. Verraten hat ihn mir ein alter Schulfreund, Florian, BWLer durch und durch. Das erklärt auch, warum er beim Dating einen Tipp anwendet, den er von seinem Job-Coach gelernt hat. Ursprung des Benjamin Franklin-Effekts ist der Gründervater der Vereinigten Staaten höchstpersönlich. Ein kluger Mann, vor allem, wenn es um das Zwischenmenschliche ging. Bei dem nach ihm benannten Effekt geht es im Prinzip um diese Annahme:

→ Wenn wir jemanden überreden, uns einen Gefallen zu tun, werden wir ihm dadurch sympathischer.

Klingt erstmal unlogisch, ich weiß. Auf die Dating-Welt übertragen würde es also bedeuten, dass wir unsere Flirt-Bekanntschaft um einen Gefallen bitten. Wir überhäufen ihn oder sie also nicht mit Hollywood-Klischee-Aufmerksamkeiten, wie Blumen und Pralinen, sondern wir fragen nach etwas.

 

 

Nehmen statt geben

Benjamin Franklin hat das seiner Zeit ebenfalls getan. Und zwar bei einem direkten Konkurrenten, den er nicht besonders gut leiden konnte. Laut Aufzeichnungen entdeckte er bei seinem Kollegen ein spannendes, seltenes Buch im Regal. Via Notiz bat er ihn darum, das Werk für ein paar Tage ausleihen zu dürfen, was auch umgehend geschah. Eine Woche später ging das Buch zurück an den Eigentümer mit einer neuen Notiz und einem freundlichen Dankeschön. Nach diesem überraschend netten Austausch schien das Eis zwischen den beiden Konkurrenten gebrochen, fortan arbeiteten sie zusammen und wurden sogar Freunde.

Kein Wunder also, dass dieses Vorgehen in Job-Coaching-Kreisen empfohlen wird. Kommen Sie mit einem Kollegen nicht sonderlich gut klar, bitten Sie ihn also einfach um einen Gefallen, zum Beispiel darum, dass er sein Wissen mit Ihnen teilt. Denn: Laut Benjamin Franklin-Effekt wird ein Mensch, der sich helfen lässt, vom Helfenden alleine dadurch sympathischer wahrgenommen – sofern es sich bei der Hilfshandlung um einen persönlichen Gefallen handelt. Laut Psychologen entscheidet der Helfende offenbar auf rationaler Ebene, dass ein Mensch, dem man einen Gefallen tut, das auch wert ist und man diesen daher auch mögen muss. Verrücktes Gehirn, oder?

Lange Erklärung, kurzer Sinn: Dieser Trick funktioniert auch beim Dating. Wollen Sie jemanden an sich binden und positiv wahrgenommen werden, bitten Sie Ihre Bekanntschaft also einfach um einen persönlichen Gefallen. In Kombination mit den anderen Strategien wird der Kontakt auf diese Weise garantiert nicht einschlafen, es sein denn, Chemie und Sympathie stimmen wirklich überhaupt nicht überein. Aber auch dann gilt: Kopf hoch und weiter die Augen offen halten.

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Über den Autor/die Autorin

Sascha Grimm

Sascha Grimm ist Mitte Dreißig und liebt seine Heimat, den Norden. Er ist Serien-Junkie, mag Sport, Theater und natürlich: Frauen. Er schreibt für ein Online-Magazin und arbeitet als Grafiker in einer Kreativagentur.