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Darum lieben es Männer, Frauen Monologe zu halten

Was ist denn hier los? Zurzeit regnet es haufenweise Männer, die uns Frauen ungefragt das Leben erklären wollen. Im Satz unterbrechen, langatmig Sachverhalte erklären, obwohl wir das alles gar nicht wissen wollen. Kennen Sie das auch?

Haben Sie schon mal etwas von „mansplaining“ gehört? Ein Kofferwort, das sich aus den Begriffen „man“ und „explaining“ zusammensetzt. Und genau darum geht es auch: Männer, die uns Dinge erklären, nach denen wir nie gefragt haben – und von denen sie im Zweifelsfall sogar noch weniger Ahnung haben als wir.

Geprägt wurde der Begriff in erster Linie durch ein Essay der amerikanischen Autorin Rebecca Solnit, das im Deutschen den passenden Titel „Wenn Männer mir die Welt erklären“ trägt. Darin berichtet sie von einem Mann, der ihr die Inhalte eines bestimmten Buches erklärt und sie zum Thema nicht zu Wort kommen lässt – nicht wissend, dass er es gerade mit der Frau zu tun hat, die das Buch, das er ihr gerade zu erklären versucht, verfasst hat. So oder so ähnlich funktioniert also „mansplaining“, oder, wie ich es auf Deutsch gerne nenne: das Herrklären.

Von oben herab, als seien wir doof

Bekommt nun also ein Mann den Vorwurf des Mansplaining an den Kopf geworfen, reagiert er schnell gereizt. Da sagt man Männern immer nach, sie würden zu wenig kommunizieren, und wenn sie es dann doch tun, ist es auch wieder falsch. Dabei geht es uns Frauen in einem solchen Fall nicht um die Kommunikation an sich, sondern lediglich um die Art und Weise, wie sie geschieht: in der Regel nämlich von oben herab und so, als hätten wir selbst keinen Plan von der Materie.

Alle Frauen kennen mindestens einen Typen, der versucht, ihnen zu erklären, wie man das Marvel- und das DC-Universum auseinanderhalten kann, obwohl sie selbst seit ihrer frühsten Kindheit Superhelden-Comics verschlungen haben und die Filme nicht nur schauen, weil „Robert Downey Jr. ja sooo süß ist“. Noch schlimmer wird es allerdings, wenn ein Mann um die Ecke kommt, der meint, er müsse seine geistigen Ergüsse zu Themen wie dem Menstruationszyklus oder Abtreibungen von sich geben, ohne dass er danach gefragt wurde. Dabei ist auch egal, ob es sich um einen Gynäkologen handelt, den wir zufällig auf einer Party kennengelernt haben. Hat eine Frau nicht um eine professionelle Einschätzung oder Meinung gebeten, sollte Mann lieber einmal zu viel die Klappe halten.

Schweigen? Nicht wenn er ein Mansplainer ist!

Männer tun sich mit genau dieser Sache allerdings unfassbar schwer. Schweigen ist scheinbar nur dann ihr Ding, wenn wir sie darum bitten, ihre Gefühle offen auf den Tisch zu legen. Zu jedem anderen Thema haben sie eine konkrete Meinung – und auch kein Problem damit, diese offen zu diskutieren. Ganz egal, ob sie nun danach gefragt wurden oder nicht.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.