Gruppensex – Wie schwer ist es eigentlich ihn zu haben?

Gruppensex mit drei und mehr Personen
Woran denkt ihr bei dem Begriff Gruppensex? Viele verbinden damit vermutlich verruchte Orgien, hemmungslosen Sex und maßlose Ekstase. So auch unsere Autorin Nadine Primo, die es unbedingt mal ausprobieren wollte. Doch wie kann man diese Fantasie eigentlich ausleben? Nadine berichtet über ihre erste Erfahrung und gibt Einblicke, wie man Gruppensex initiieren kann

Mehr Menschen, die einem Lust bereiten können, aber auch mehr, die “versorgt” werden wollen

Es geht nicht um die emotionale Verbindung zwischen Menschen, sondern die rein körperliche… um sexuelle Lust und Abenteuer. Es ist allein schon deswegen ein Abenteuer, weil nur wenige diese Fantasie tatsächlich erleben dürfen. Ist einfach so. Auch auf Sex-Partys endet nicht jeder Gast automatisch mitten im Getümmel. Es ist nicht einmal unwahrscheinlich, dass an so einem Abend alle „lediglich“ in ihren gewohnten Zweier- oder Dreierkombinationen enden. Natürlich gibt es spezielle Partys, von privaten Zirkeln oder auch weniger private, dafür digital über einschlägige Foren organisierte Veranstaltungen (Joy-Club kennen bestimme einige, wenn nicht, dann spätestens jetzt).

Ich startete den Versuch vor kurzem einmal selbst und machte mich auf die Suche nach einer Gruppensex Party außerhalb von bekannten Sex Clubs und/oder Sex-positive Partyreihen. Es begann damit, dass eine meiner männlichen Affären und ich uns dazu entschlossen, einmal einen weiteren Mann mit ins Bett zu holen. Diese Erfahrung steht schließlich noch aus. Recht schnell kristallisierte sich heraus, dass es nicht so einfach war, wie eine weitere Frau zu finden. Männer haben hier scheinbar größere Hemmungen, einen weiteren nackten Mann mit zwischen die Laken hüpfen zu lassen. Konkurrenzdenken? Schwanzvergleich? Wer weiß das schon, auf jeden Fall ist es immer etwas tricky.

Wie findet man Gleichgesinnte für den Gruppensex?

Nun ja, in diesem Fall, und ein paar Matches später, hatte sich bereits jemand gefunden, der zumindest Interesse suggerierte und im gleichen Atemzug „zum Kennenlernen“ erst einmal zu einer privaten Kinky-Party im geschützten Terrain (AirBnB macht’s möglich!) einlud. Zack! Das war einfach: einen Mann gesucht, gleich mindestens fünf weitere gefunden. Die Partys sollten zwischen 10 und 15 Teilnehmer*innen beherbergen und würden im 2 bis 3 Wochen Rhythmus stattfinden. 

Gerade in Berlin bin ich bereits einige Male über solche „frivolen Zirkel“ gestolpert und es handelte sich immer um das gleiche Prinzip: Eine Bande feierwütiger, leidenschaftlicher, mal mehr, mal weniger erwachsener Menschen (volljährig waren alle, aber nach oben sind kaum Grenzen gesetzt), hatte genug von überfüllten Sex Clubs wie dem KitKat und mietete sich fortan in regelmäßigen Abständen, kleinere Locations (wie viele Mietswohnungen wohl verbotenerweise in temporären Sex-Tempeln enden?) und frönten dort im intimsten Kreis der gemeinsamen Lust. Natürlich ist das kein Phänomen, das allein in der Hauptstadt anzutreffen ist. Überall gibt es diese Zirkel und wie bereits erwähnt: Joy Club bietet auf jeden Fall eine Plattform für all diejenigen, die sich mal in ihrer näheren Umgebung diesbezüglich austauschen bzw. gemeinsam was erleben wollen.

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