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„Na Du weißt schon… Netflix und chillen“

Wenn Sie bei „Netflix und chillen“ an Serien gucken denken, liegen Sie komplett falsch. Doch wieso nennen wir die Dinge nicht einfach beim Namen?

Früher fragte man nach einem gelungenen Date, ob man noch auf einen Kaffee mit hochkommen möchte. Irgendwann hieß es dann „wollen wir ’nen Film gucken?“ Bei „Film gucken“ wusste man durch geschicktes ausklammern einiger Buchstaben direkt, was Sache ist. In Zeiten von Streaming und Co. sagt man inzwischen nur noch „Netflix und chillen?“

„Netflix und chillen“? Was soll das denn heißen? Früher hieß es genau das. Man lungert auf dem Sofa oder im Bett herum und streamt exzessiv Serien auf Netflix. Vorzugsweise alleine, in Jogginghose und Schlabberpulli, um sich dabei zu entspannen. Im schummrigen Licht liegt natürlich ein komplett fettdurchtränkter Pizzakarton neben einem. Vor kurzem hätte noch jeder diese Definition von „Netflix und chillen“ unterschrieben.

Doch die Definition dieses Begriffs hat sich gewandelt. Inzwischen ist es zu einem Codewort für schlüpfrigere Dinge als „Doctor Who“ oder „House of Cards“ geworden. Manche würden als Synonym für „Beischlaf“ bezeichnen.

Aber warum? Um das zu beantworten fragen wir uns kurz, wie man sein Date am besten verführt. Natürlich bei gedimmtem Licht,  einem Glas Wein und leckerem Essen. Es wurde bei der Definiton „Netflix und chillen“ also lediglich der Single um einen weiteren Menschen ergänzt. Nun schauen sie gemeinsam Serien. Die beiden durchleben einen gelungenen Date-Abend zuhause und landen anschließend wahrscheinlich in der Kiste. Passiert das häufiger, etabliert sich eine neue Interpretation des Altbewährten.

Übrigens ist es nicht zwingend erforderlich, dass eine Netflix-Serie im Hintergrund läuft. Somit ist es im Endeffekt einfach eine zeitgemäße Umschreibung für die Verabredung zum Schäferstündchen, die sich zunächst nur im US-amerikanischen Raum verbreitete. Die Globalisierung brachte den Begriff dann kürzlich auch zu uns.

Nur weshalb nennt man es nicht einfach beim Namen? „Bock auf Sex?“, ich glaube genau deswegen. Das klingt plump. Da würde bei mir nicht unbedingt viel Lust aufkommen. Aber wenn man die Intention offen lässt, wirkt der ganze Abend gleich viel spannender, weil der Ausgang ungewiss ist. Auch wenn die Intention für die meisten glasklar ist.

Aber vorsicht: Es kann hier nämlich durchaus zu Missverständnissen kommen, wenn „Netflix und chillen“ auf unterschiedliche Erwartungen trifft. Immerhin  soll es durchaus Leute geben – erzählt man sich zumindest – die Lust darauf haben Serien zu gucken, daher empfiehlt es sich noch einmal kurz nachzufragen:

„Willst Du wirklich Netflix und chillen oder… na Du weißt schon… Netflix und chillen?“

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Über den Autor/die Autorin

Jan Voss

Jan Voß kümmert sich als Screen Designer liebevoll um das Erscheinungsbild von beziehungsweise. Trotzdem hat er auch ein Herz fürs Schreiben. Sowohl hier, als auch auf seinem privaten Blog wwoos.de, schreibt er fleißig Artikel über dies und das. Für den richtigen Ausgleich sorgt Geocaching - eine Art moderne Schatzsuche.