6 Strategien, um sexuelle Anziehung wiederherzustellen

4. Die Strategie der Experimente

Viele Menschen halten Toys aus dem Shop für Instrumente der Ersatzbefriedigung. Das sind viele gewiss, aber da hat sich einiges getan in den vergangenen Jahrzehnten, denn jetzt wenden sich die Hersteller an Paare. Es geht nicht um Selbstbefriedigung, sondern um ein intensiveres Erleben der eigenen Lust und der des Partners sowie ein Aufbauen der sexuellen Spannung zwischen beiden. Beispielsweise gibt es Spielzeuge, die sich über Apps fernsteuern lassen.

Besser als allein eine Webseite zu durchstöbern, ist der gemeinsame Besuch eines Shops. Erstens kann man da fragen, was man „damit überhaupt macht?“, und zweitens erfolgt bereits durch die gemeinsame Auswahl ein Abgleich der Fantasien und Wünsche (Strategie 2). Klar können sich die Partner auch überraschen. Aber wenn sie das angstfrei tun können, haben sie diese Strategien längst alle umgesetzt.

5. Die Hobby-Strategie

Er sammelt Fußball-Bilder, sie sammelt Schuhe. Soweit das Klischee der gänzlich unterschiedlichen Beschäftigungen der Geschlechter. Weil gemeinsame Interessen und Aktivitäten gut für die Beziehung sind, ist eigentlich naheliegend, Sex zum gemeinsamen Hobby zu erklären. Verabreden Sie sich zu Dates. Üben Sie Ihr Hobby auch mal aus, wenn der Appetit erst mit dem Essen kommt.

Freuen Sie sich, dass es sich dabei um ein ausgesprochen günstiges Hobby handeln kann – schließlich bringen Sie alles mit, was Sie für die Ausübung brauchen. Erzählen Sie sich, was Sie Neues gelesen oder gesehen haben, ganz so, als wären Sie beide aufgeregte Fans, die nicht genug von ihrem Hobby bekommen können. In kurzer Zeit werden Sie es sein.

6. Die Strategie der Beratung

Keine sexuelle Anziehung mehr zu verspüren, kann viele Ursachen haben. Manche davon sind viel leichter zu behandeln als befürchtet. Dazu gehört aber, den Mut aufzubringen, sich an eine Beratungsstelle oder einen Therapeuten zu wenden. Die Hemmschwelle ist natürlich gewaltig. Schließlich muss man dem Partner sagen, dass man da ein Problem sieht. Dann muss man ihn bitten, mitzukommen. Dort wartet ein Fremder, der (hoffentlich) nicht einfach eine Pille verschreibt und mit den Fingern schnippt, sondern Hausaufgaben gibt.

Eine gute Nachricht, die Sie hoffentlich mutig macht: In der Sexualtherapie wird viel gelacht. Weil es immer wieder darum geht, Druck und Spannungen abzubauen – die dann freiwerden für den Aufbau von sexueller Spannung. Das gelingt am besten in einer Wohlfühl-Atmosphäre. Deshalb wird Ihnen nichts Böses geschehen. Sie haben nichts zu verlieren und so viel zu gewinnen. Einen Versuch sollte es Ihnen wert sein.


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