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So schön und so wichtig: Gemeinsam abschalten und entspannen

Gemeinsam abschalten: Warum es in Beziehungen wichtig ist, zusammen entspannen zu können. Mehr Zeit füreinander wünscht sich beziehungsweise-Autorin Julia Malz

Nicht nur in unserer ganz eigenen Alltagsmühle, auch in unseren Beziehungen ist es wichtig, gemeinsam den Stecker für Stress und Anspannung ziehen zu können. Doch damit sich die Entspannung für beide gleichermaßen nachhaltig anfühlt und der Tank für ein zufriedeneres Selbst ebenfalls für beide gleichmäßig gefüllt werden kann, muss man dafür Dinge finden, die beiden gleichsam wohltun.

Vielleicht kennt der ein oder andere in einer Beziehung dieses erstaunliche Fragezeichen, das sich auftut, wenn man nach langer Zeit einmal wieder gemeinsam in den Urlaub fährt. Nach dem Auspacken und den ersten Erkundungstouren der neuen Umgebung kommt erst einmal die Frage auf: „Und jetzt?“

Was gibt es Gemeinsames zu tun?

Was macht man jetzt? Worauf hat man Lust? Wie möchte man entspannen? Was will man dem hier eigentlich gemeinsam abgewinnen? Natürlich sollte gerade die freie Zeit Teil des ganz eigenen Verfügungsrahmen bleiben, denn man selbst wünscht sich ja auch Entspannung über den Rahmen einer gemeinsamen Auszeit hinaus. Aber nachdem der eine morgens am Strand gejoggt und der andere vormittags ins Meer gehüpft ist, nachdem man für den einen die Tour ins Nationalmuseum und für den anderen die Safari zu den Elefanten gemacht hat: Was gibt es Gemeinsames zu tun, um gemeinsam frei und leicht und tief entspannt zu werden?

Jeder von uns rotiert in seinem Tag um alltägliche Notwendigkeiten, persönliche Befindlichkeiten und häufig auch Momente körperlicher Anspannung und Unwohlsein. Für sich allein hat der Mensch inzwischen zahlreiche Methoden (wieder)gefunden, die ihm zumindest episodenweise einen Rückzugsort für all dieses bieten. Doch in einer Beziehung treffen immer zwei zusammen, die diese Pakete tragen und da muss man sehen, dass man diesen Herausforderungen auch gemeinsam Abhilfe verschafft, damit beide wiederum mit guter Energie und frohen Gedanken in die Zweisamkeit investieren können. Wenn man es gemeinsam versucht, erkennt man in einem wichtigen Schritt vor allem an, dass es dem anderen genau so geht mit den Mühen, die der Alltag mit sich bringt und dass es auch für ihn eine verdiente Sache ist, sich davon zu befreien. Wenn man erst einmal eine Routine im gemeinsamen Abschalten gefunden hat, kann das für die Beziehung ein unglaublicher Antrieb sein.

Gemeinsam Neues erleben stärkt die Beziehungszufriedenheit

Idealerweise probiert man gemeinsam etwas Neues aus. Sei es Yoga oder Meditation, eine neue Sportart oder vielleicht auch ein Spiel, dass beiden gleichermaßen Vergnügen bereitet. Es kann auch ein einfacher Spaziergang oder die Lesestunde vor dem Schlafengehen sein, die beiden Partnern Entspannung, Ablenkung und Austausch bieten. Wichtig ist die Gemeinsamkeit, das gekoppelte Erleben von Dingen, die nicht notwendig für die Alltagsorganisation, aber essentiell für das Wiederfinden seiner Selbst in all dem täglichen Rauschen ist.

Viele Paare, die sich dafür entschieden haben, ihr Leben in guten und in angespannten Zeiten miteinander zu verbringen, unterschätzen die Versuchung, den Feierabend und die Freizeit einfach nur gemeinsam zu vertrödeln. Es ist ja auch herrlich einfach, beispielsweise nur die Glotze anzuschmeißen, irgendetwas aus der Tiefkühltruhe in den Ofen zu werfen und dann in Lotterklamotten auf der Couch wegzudämmern. Das kann man ja auch gerne immer wieder machen, nur sollte man nicht unterschätzen, dass dies auf Dauer keine Gemeinsamkeit im Denken und Entspannen fördert.

Zeit ist das größte Geschenk

Wenn wir gemeinsam runterkommen wollen, hat das wohlmöglich mehr mit dem Verzicht auf schnelle Bedürfnisbefriedigung zu tun, als wir uns das anfangs vorgestellt haben. Es beinhaltet die Konzentration auf etwas, dem wir uns bewusst gemeinsam für die Dauer einer bestimmten Zeit widmen wollen, um danach in dem Bewusstsein daraus aufzutauchen, dass wir uns entspannt und auch zusammen wieder mehr gefunden haben.

Wir werden wahrscheinlich feststellen, dass es auch interessant ist, den anderen bei seiner Entspannung zu begleiten und festzustellen, dass wir uns in vielen Dingen ähnlicher sind, als es die Entfernung voneinander im hektischen Alltag bisweilen vermuten lässt.

Es ist anzunehmen, dass es ein wichtiger Bestandteil einer langfristig glücklichen Beziehung ist, sich gegenseitig diesen Raum zu geben, in dem man gemeinsam Abkehr leistet vom ständigen Getriebensein und dem Bedürfnis, noch etwas zu schaffen und Unangenehmes mit schnellem Konsum zu unterdrücken.

Gemeinsame Entspannung bietet Raum zu Austausch und einem erfüllterem Selbst, das man sich persönlich und gleichzeitig zusammen erarbeitet hat. Wenn es einem dann auch noch gelingt, dies als gewisse Relax-Routine in den Alltag zu integrieren, dann baut sich vieles an Entfremdung ab, die sich bei allen persönlichen Anforderungen häufig in das gemeinsame Leben einschleicht. Und man hat sich durch die Freude an der Wiederholung einen Ort innerhalb der Beziehung geschaffen, an den man täglich reisen kann, ohne dafür ein Flugzeug Richtung Traumstrand buchen zu müssen.

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Über den Autor/die Autorin

Julia Malz

Julia Malz zog es 2001 aus dem Rheinland an die Elbe. Im neuen Heimathafen Hamburg schreibt sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin für Kunst-, Kultur- und Wirtschaftsformate. Die Inspiration für ihre Texte zieht sie aus der Literatur, dem schönen Leben und natürlich dem Wunder, das wir Liebe nennen.