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Partner an der langen Leine: Kluge Idee?

Das Prinzip „Die lange Leine“ bedeutet, dass man dem Partner seine Freiheiten lässt und dieser dann genau deshalb bei einem bleiben möchte. Also genau das Gegenteil von: „Du gehörst mir alleine!“ Ob das funktioniert, weiß beziehungsweise-Autorin Katharina Reinecke 

Schon die antiken Literaten und Philosophen ahnten: Die Vernunft weiß, was zu tun ist – das Herz oder der Trieb laufen aber zuweilen genau in die Gegenrichtung los.

Nicht selten stapft man im menschlichen Miteinander auf diese Weise sehenden Auges in eine Katastrophe hinein. Ein wunderbares Beispiel für diesen inneren Zwiespalt der Seele – so würde es wohl Platon ausdrücken – ist ein Grundkonflikt in Liebesbeziehungen: Auf der einen Seite stehen das klare Wissen und die Einsicht, dass ich meinem Partner Vertrauen schenken und Freiheiten lassen muss, während sich auf der anderen Seite Verlustängste und Eifersucht mit aller Kraft dagegen sträuben.

So nimmt man sich zum Beispiel immer wieder vor, den Liebsten mal für einen Abend ziehen zu lassen und egal, wie spät – und angeschickert – er heimkommen mag, ihn warmherzig und ohne bohrende Nachfragen wieder in die Arme zu schließen, weil man weiß, wie sehr er sich darüber freut und um wie viel mehr er einen genau dafür lieben wird.

Aber ehe man es sich versieht, schickt man dann doch eine WhatsApp-Nachricht in die Nacht, zur Sicherheit noch eine SMS hinterher, und „freut sich über eine“ Auskunft über momentanen Aufenthaltsort und Zeit der voraussichtlichen Heimkehr. Und ist er zu Hause angekommen, scheint der eigene Mund von ganz allein einen genauen Bericht des Abends zu fordern. Auch wenn der Partner das einigermaßen bereitwillig tut, so weiß man, es war ein Fehler.

Das Prinzip „Die lange Leine“ ist so etwas wie das erste Gesetz der Thermodynamik für Liebesbeziehungen

Denn man hat, fast gegen seinen eigenen Willen, das Grundprinzip einer gelungenen Partnerschaft verletzt: das Prinzip der „langen Leine“. Das Prinzip „Die lange Leine“ ist so etwas wie das erste Gesetz der Thermodynamik für Liebesbeziehungen: Es bedeutet, dass man dem anderen seine Freiheiten lässt und dieser dann genau deshalb bei einem bleiben möchte und eben nicht weggeht zu einer oder einem anderen.

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Über den Autor/die Autorin

Katharina Reinecke

In ihrer Studienzeit als Philosophin hat Katharina Reinecke in Berlin nicht nur ein theoretisches Leben gelebt, sondern in der Liebe auch praktisch alles ausprobiert – nichts Menschliches ist ihr fremd. Weil sie trotzdem an die große Liebe glaubt, startete die Lektorin und Autorin 2017 in das Abenteuer Ehe – und nun auch noch als geborene Städterin in das Projekt Landleben.