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Meine Partnerschaft sieht nicht so aus wie die Beziehungen auf Instagram

Jeden Morgen Frühstück im gemeinsamen Bett, Liebesurlaub an den schönsten Stränden dieser Welt, zärtliche Küsse und romantische Gesten – auf Instagram scheint bei Pärchen nur Friede, Freude, Eierkuchen zu herrschen. Doch was, wenn die eigene Beziehung nicht so perfekt ist wie das, was uns in den sozialen Netzwerken präsentiert wird? Dieser Frage ist unsere Autorin Jana Seelig auf den Grund gegangen

Mein erster Griff am frühen Morgen geht direkt zu meinem Handy – eine Unart, die ich mir einerseits abgewöhnen will, der ich andererseits aber auch nicht widerstehen kann. Nachdem ich meine Mails gelesen, das Wetter gecheckt und ein paar Schlagzeilen überflogen habe, wandert mein Finger in Richtung der lilarotgelben App mit dem Fotoapparat-Symbol.

Auf Instagram scheinen alle Beziehungen perfekt zu sein

Ich klicke darauf und scrolle durch Instagram-Bilder, die von meiner eigenen Realität nicht weiter entfernt sein könnten. Hier frühstückt ein Paar im Bett selbstgemachte Acai-Bowls mit Chiasamen und trinkt dazu fair gehandelten Kaffee, der natürlich aufgrund der Markennennung und -verlinkung als Werbung markiert wurde. Dort spaziert ein Paar händchenhaltend an einem Sandstrand entlang, das Meer türkisblau und meinem geschulten Auge nach zu urteilen durch mehrere VSCO-Filter gezogen. Das nächste Foto zeigt ein Pärchen, das offensichtlich gerade ein – so sieht es zumindest aus – Rendezvous hat (#couplegoals) und ich frage mich, welcher arme Kerl wie das fünfte Rad am Wagen daneben saß, immer bereit, den Auslöser am iPhone zu drücken und so das perfekte Bild des gezeigten Paares zu schießen. Was ihm übrigens zweifelsfrei gelungen ist.

In den Instagram-Storys sieht es ähnlich aus. Als ich auf ein Video stoße, in dem jemand vor laufender Instagram-Kamera um die Hand seiner Freundin anhält, schließe ich die App, lege das Handy auf dem Nachttisch ab und ziehe mir noch einmal die Decke bis über den Kopf. Es ist nicht, dass ich diesen Paaren ihr Glück nicht gönne, mich nicht für sie freue, wenn sie auf Instagram ihre tollen gemeinsamen Momente teilen, ihre Hochzeiten feiern und Bilder von ihren frischgeborenen Babys posten. Es ist nur – meine eigene Partnerschaft sieht ganz anders aus als die Beziehungen, die ich auf Instagram vorgelebt bekomme.

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Über den Autor/die Autorin

Jana Seelig

Jana Seelig ist jung und schön, sie hat einen großen Freundeskreis, sie liebt ihren Beruf – und sie hat Depressionen. Es gibt Tage, an denen geht gar nichts. Dann muss sie sich oft gut gemeinte Ratschläge anhören, die zeigen, wie wenig ihr Umfeld eigentlich versteht, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt.