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Einer reicht ihr einfach nicht

Seit kurzem ist meine Freundin Kate Hals über Kopf verliebt und trotzdem beschleicht sie immer wieder das Bedürfnis, sich ihre Finger auf Tinder wund zu scheuern

Es ist mitten in der Nacht. Das Schnarchen ihres neuen Boys hat sie aufgeweckt. Vorsichtig befreit sie sich aus seiner festen Umarmung, die sie eng an seinen Körper drückt. Mit nackten Füßen tapst sie über die alten Dielen in Richtung Küche, wo sie sich ein Glas Wasser schnappt. Nachdem das Glas geleert ist, torkelt sie zurück ins Schlafzimmer. Auf der Türschwelle bleibt sie stehen. Für einen kurzen Moment glaubt sie, er sei wach, doch er dreht sich nur von der Seiten- in die Rückenlage. Eine ganze Zeit lang steht meine Freundin einfach nur so da, beobachtet ihren Boy beim Schlafen und fragt sich, ob das schon alles sei …

Die Sehnsucht nach Abwechslung

Alles, dass ist das, wovon ein Mädchen aus unserer Clique neulich sprach, als sie von ihrer großen Liebe schwärmte. „Er ist einfach alles“, betonte sie immer wieder. „Alles, was ich brauche. Alles, was ich will.“ Schon an diesem Tag hatte Kate einen dicken Kloß im Hals und auch jetzt, als sie da so in der Tür steht, überkommt sie die bedrückende Frage: „Was, wenn ich mehr brauche, wenn ich mehr will?“

Eine Frage, die Kate sich im Grunde genommen gar nicht stellen muss, denn im Inneren weiß sie ganz genau, dass einer ihr nicht reicht. Und obwohl ihre Schnarchnase, der Boy in ihrem Boxspringbett, ganz großartig ist, sehnt sie sich nach Tinder-Dates, nach frechen SMS, nach heißen Flirts im Büro, nach eng umschlungenen Bewegungen in der Diskothek, nach wilden Techtelmechteln in fremden Betten und feuchten Lippen auf ihrer Haut.

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Über den Autor/die Autorin

Mona Kühlewind

Wenn es eine Sache gibt, der sich die Journalismus-Studentin und Bloggerin Mona Kühlewind sicher ist, dann ist es der Glaube an die eine, ganz große Liebe. Bis sie die aber gefunden hat, steckt sie erstmal jede Menge Liebe in das Schreiben, Reisen und ihren kleinen Hund Rosa.