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Altersunterschied in der Beziehung: Wie viele Jahre sind noch okay?

Beziehungen mit einem großen Altersunterschied zwischen den Partnern werden häufig belächelt. Bei Promi-Pärchen sind sie ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse. Dabei sollte der Altersunterschied zwischen zwei Liebenden doch eigentlich völlig egal sein, findet unser Autor

Du bist in mein Leben gerast, hast mich frontal erfasst und dich an mir festgehalten, mich herumgeschleudert, mich völlig betrunken gemacht. Süchtig nach dir, nach deinen Augen, deiner Stimme und deinen süßen Worten. Schon bald haben wir uns füreinander entschieden. Ganz einfach, weil wir gespürt haben, dass wir füreinander gemacht sind. Es hat sich richtig angefühlt, und es war auch richtig. Trotz, wegen und mit unseren fast elf Jahren Altersunterschied.

Die Bedeutung unseres Altersunterschieds schmolz in sich zusammen

Am Anfang hatte ich noch Skrupel. Neunzehn ist nicht dreißig, und dreißig ist nicht neunzehn. Aber du warst einfach du und hast mich mit deinem großen, schönen Herzen verliebt angesehen. Ich habe dich in meine Arme genommen – und mit jedem Atemzug Seite an Seite, auf- und untereinander, schmolzen meine Bedenken dahin, wurden aus elf Jahren nur noch wenige Zentimeter, die zwischen unseren Herzen lagen. Mit jedem Tag, der verging, verlor das Thema Altersunterschied an Gewicht. Ich hätte es vorher selbst nicht geglaubt.

Ja, es stimmt, du sehntest dich nach Erfahrung, du wolltest keinen kleinen Jungen. Aber nicht das Alter entscheidet darüber, ob ein Mann ein Mann ist oder ein kleiner Junge. Und ja, es stimmt, du warst bildhübsch mit deinen neunzehn Jahren, aber du warst es auch noch mit zwanzig und einundzwanzig. Und du wirst auch noch mit vierzig und siebzig Jahren bildhübsch sein.

Eine gemeinsame Vision trotz größeren Altersunterschieds

Uns war eine gemeinsame Vision wichtiger als unser Alter. Unsere Herzen wollten im gleichen Takt schlagen, wollten sich bei aller Unterschiedlichkeit unserer Persönlichkeiten, Bedürfnisse und Wünsche synchronisieren. So wurde unsere Beziehung dann vor allem eins: ein Zusammenklingen. Zwei Tönen, die sich zu einer wahnsinnig schönen Melodie vereinten.

Manchmal habe ich dich aufgezogen und auf die kürzere Lebenserwartung von Männern hingewiesen. „Elf plus X Jahre Einsamkeit, stell dich schon mal darauf ein …“ Dann hast du mich angegrinst und gesagt: „Lass uns die wenige Zeit genießen, die wir noch miteinander haben. Ich bin eine Frau, die nicht bereut.“

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Über den Autor/die Autorin

André Martens

André Martens ist Philosoph und Psychologe. Er schreibt leidenschaftlich gern - nicht zuletzt über die Liebe. Ob wir uns diesem Phänomen mit Worten tatsächlich annähern können, ist seine große Lebensfrage. Und solange er die Antwort nicht kennt, schreibt er fleißig weiter.