33 (schwierige) Fragen an Ihr Selbst

„Wer bin ich eigentlich?“ Wer sich selbst besser kennenlernt, gibt sich die Chance auf ein bewussteres Leben. Und das tut wiederum auch der Partnerschaft gut erklärt Autor André Martens

Selbsterkenntnis ist wichtig. Vielleicht nicht unbedingt für unseren Alltag. Aber für unser Selbstverständnis. Wohl kaum jemand stellt sich täglich die geradezu meditative Frage, wer „man“ denn so sei. Wozu auch! Es läuft ja, unser Leben: Familie, Arbeit, Freizeit. Manchmal gut, manchmal mehr schlecht als recht. Aber diese Zeiten gehören eben mit dazu.

Und trotzdem gibt es da tief in uns diesen Drang, uns Schritt für Schritt immer besser kennenzulernen. Es ist wohl einfach ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Nur wer weiß, wer er ist (und was nicht), kann sein eigenes (Liebes)Leben bewusst gestalten und Krisenzeiten gut überstehen. Wir Menschen sind einfach neugierig. Auf uns selbst genauso wie auf unsere Partner, Freunde und Familie. Kennen fördert Vertrauen. Und dieses ermöglicht überhaupt erst Liebe – ob zu sich selbst oder zu anderen.

Die folgenden 33 Fragen sollen als Inspiration dienen, sich einmal intensiv(er) mit sich selbst auseinander zu setzen. Das ist sicherlich nicht immer leicht, manchmal sogar sehr schmerzhaft. Selbsterkenntnis ist schließlich eine der größten Herausforderungen unseres Lebens. Aber wir können sehr von ihr profitieren: Nicht zuletzt bei der (Neu)Formulierung und Erreichung unserer Lebensziele und in unseren Beziehungen zu anderen Menschen.

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Hier sind sie, die 33 Fragen an Ihr Selbst:

  1. Wohin will ich gehen?
  2. Mit wem zusammen will ich dorthin gehen?
  3. Was hindert mich womöglich daran, meine Ziele zu erreichen?
  4. In welchen Situationen und Momenten fühle ich mich ganz „stimmig“, ganz bei mir selbst?
  5. Was sind meine 5 größten Sorgen und Ängste?
  6. Liebe ich mich selbst?
  7. Was kann ich in meinem Leben einfach nicht akzeptieren, so sehr ich mich auch bemühe? Warum kann ich es nicht akzeptieren?
  8. Was waren die 3 (4, 5,…) schönsten Momente in meinem bisherigen Leben?
  9. Was waren die 3 (4, 5,…) schlimmsten Momente in meinem bisherigen Leben?
  10. Kann ich mich leicht fallenlassen? Wenn ja: Was hält mich? Wenn nein: Was fehlt noch?
  11. Auf einem Maskenball: Welche Maske würde ich gerne tragen?
  12. Was ist meine früheste Erinnerung?
  13. Woran erkenne ich, ob mir etwas wichtig ist?
  14. Was / wer ist wichtig in meinem Leben? Was / wer könnte noch wichtig werden?
  15. Wie verhalte ich mich in Konflikten mit anderen Menschen?
  16. Was sind meine 5 Lieblingslieder und -bücher? Warum?
  17. Was tue ich derzeit immer noch, obwohl ich es (im Grunde meines Herzens) eigentlich gar nicht mehr tun will?
  18. Was sind 10 Stärken von mir?
  19. Was denke (und fühle) ich über die richtige Nähe und Distanz zu meinem/r Partner/in, zu Freunden, zu meiner Familie?
  20. Was will ich beruflich erreichen? Was habe ich bereits erreicht? Was nicht?
  21. Wofür brenne ich?
  22. Was bedeuten mir Religion und Spiritualität?
  23. Woraus beziehe ich meine Werte? Was sind 5 fundamentale Werte von mir?
  24. Fühle ich mich frei? Wenn nein: Was macht mich unfrei? Wenn ja: Was mache ich mit meiner Freiheit?
  25. Worauf habe ich „Hunger“?
  26. Was würde ich niemals, wirklich niemals!, tun?
  27. Was denke ich über Verzeihen und Versöhnung?
  28. Wann bin / war ich glücklich?
  29. Was verstehe ich unter einem guten Charakter?
  30. Was bereitet mir Freude? Was bringt mich zum Lachen?
  31. Was will ich der Menschheit / der Welt (zurück)geben?
  32. Wie will ich sterben? Was würde ich in der Rückschau auf mein Leben sehen wollen?
  33. Was verstehe ich unter „Liebe“?

Tipps fürs Beantworten:

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich mit diesen (schwierigen) Fragen auseinanderzusetzen
  • Lassen Sie sich in dieser Zeit nicht ablenken
  • Machen Sie sich Notizen von originellen, neuen Erkenntnissen
  • Schlafen Sie eine Nacht über die Fragen (und ihre Antworten) und schauen Sie sie sich dann noch ein zweites Mal an
  • Betrachten Sie Ihre Antworten nicht als endgültig und in Stein gemeißelt
  • Sehen Sie Ihre Antworten als Chance, sich über das zu freuen, was gut ist und das zu ändern, was Sie ändern wollen und verändert werden kann

Wussten Sie, dass (die richtigen) Fragen zu stellen sogar verliebt machen kann? Sandra Spreemann beschreibt in ihrem Artikel Amors Pfeil hat ausgedient, wie es geht. Mehr Gedanken zum Thema (gesunde) Selbstliebe macht sich Blogger Tim Hamer in Lieben Sie sich selbst – dann klappt’s auch mit dem Nächsten.

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