Wir verwenden eigene Cookies und Cookies Dritter, um die Nutzung der Website zu analysieren und um Werbung auf unserer und anderen Websites auszuspielen.
Verpassen Sie
keinen Artikel mehr!

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an:
per WhatsApp oder per E-Mail!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.
Ich möchte per E-Mail von beziehungsweise (PE Digital GmbH) über aktuelle Artikel rund um die Liebe sowie über Produktangebote informiert werden. Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Kontaktadressen entnehmen Sie unseren Datenschutzhinweisen.
Verpassen Sie keinen Artikel mehr!

Folgen Sie uns jetzt auf WhatsApp!

Unsere Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

Was passiert, wenn ein Partner mehr liebt als der andere?

Ist die Liebe in jeder Beziehung gleich verteilt, so dass es gar nicht sein kann, dass ein Partner mehr liebt als der andere? Kirsten Schwieger hat ihre Zweifel und nennt Verhaltensweisen, die Paaren, die aus der Balance geraten sind, guttun

Neulich kam eine Freundin ganz geknickt zu mir und meinte, sie liebt ihren Freund mehr als er sie. Ob das wohl auf Dauer gut gehen könne?

Perplex fragte ich sie, wie sie denn auf die Idee käme und woran sie dies überhaupt festmacht? „Ein untrügliches Gefühl“, antwortete sie mir. Und setzte damit bei mir auf dem Nachhauseweg eine Lawine an Überlegungen in Gang. Und eine kleine Recherche.

Kann man Liebe überhaupt messen? Und wenn ja, in welchen Maßeinheiten? Und kann es in einer Beziehung überhaupt darum gehen, Gefühle aufzurechnen? Ist eine Partnerschaft womöglich ein Wettkampf, mit Sieger und Verlierer? Oder ist die Liebe vielmehr ein flatterhaftes Geschöpf, welches in einer Partnerschaft zwischen den Partnern hin und her pendelt? Mal liebt der eine „mehr“, mal der andere?

Liebe in vielen Variationen

Die Antwort lautet: Die Lage ist eindeutig kompliziert! Handelt es sich bei zwei Liebenden in der Regel doch um unterschiedliche Persönlichkeiten, mit möglicherweise unterschiedlichen Erwartungen an eine Beziehung und daraus resultierenden unterschiedlichen Prioritäten. In den meisten Fällen betrifft es sogar zwei unterschiedliche Spezies mit völlig verschiedenen Sprachen (Sie wissen schon, Männer kommen ja angeblich vom Mars, Frauen von der Venus ;-))

So kommt es ja nicht selten vor, dass beispielsweise ein Partner mehr Nähe braucht, während sich der andere mehr Freiraum wünscht. Doch können von der Persönlichkeit eines Partners noch lange keine Rückschlüsse auf die Intensität der Liebe gezogen werden. Zudem drückt jeder seine Liebe auf andere Weise aus, jeder definiert sie auch anders. Diesen Tatbestand sollte man bei der möglicherweise voreiligen Diagnose „Ich liebe mehr“ auf jeden Fall im Hinterkopf haben.

Interessanterweise kann es auch gut vorkommen, dass beide Partner gleichzeitig das Gefühl haben, mehr zu lieben als der andere. In diesen Fällen hilft manchmal schon ein klärendes Gespräch nach der Offenbarung.

Auf die Balance kommt es an

In vielen Beziehungen herrscht allerdings das „Gummibandprinzip“ vor: Ein Partner fühlt sich emotional überrannt und zieht sich zurück, der andere kontert ebenfalls mit Rückzug, woraufhin der ursprünglich distanzierende Part wieder mehr Nähe sucht. Ein lustiger Reigen aus Nähe und Distanz mit zwei Darstellern in mehreren Akten. Wechselnde Rollenverteilung durchaus möglich. Auf diese Art und Weise Beziehung zu leben, ist natürlich ziemlich anstrengend, kann aber funktionieren. Nämlich dann, wenn die Unausgewogenheit dadurch in die Balance kommt, dass die Partner irgendwann „quitt“ sind in diesem Reigen. Das Beziehungskonto ist wieder ausgeglichen – bis zum nächsten Akt.

Seite 1 2
Verwandte Themen:

Über den Autor/die Autorin

Kirsten Schwieger

Kirsten Schwieger ist freiberufliche Journalistin und findet, dass auch Mutterliebe die Hormone ganz schön zum Tanzen bringt.