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Lasst mich doch bitte sein, wie ich bin – und wie ich sein will!

Selbstliebe in Zeiten des Optimierungszwanges: beziehungsweise-Leserin Laura will sich nicht fremdbestimmten lassen und hat es satt, dass ihr eingeredet wird, sie sei nicht gut genug

Jeden Tag bekomme ich vorgehalten, wie ich denken sollte, wie ich mich verhalten sollte. Ob auf Social Media oder in Zeitschriften. Ob im Fitnessstudio oder im Job. Ob in meiner Familie oder unter meinen Freunden. Mir wird vorgehalten, in welche Richtung ich gehen sollte und was scheinbar richtig und was falsch ist.

Das einzige, was zählt – dass ich mich selber liebe

Mein Lieblingsoberteil gehört nicht mehr zur aktuellen Modekollektion? Raus damit aus dem Kleiderschrank. Mein Kollege macht mehr Überstunden als ich? Ab jetzt bleibe ich mindestens eine Stunde länger im Büro. Und oh mein Gott – ich sehe immer noch nicht so aus, wie die Frauen auf Instagram? Ab sofort Schokoladenverbot und rein in die Sportklamotten. Ich vergleiche mich ständig mit anderen Menschen. Bin ich so klug wie sie? Bin ich so schön wie sie? Habe ich genauso viel erreicht wie sie? Dabei sollte sich doch niemand mit anderen vergleichen, sondern nur mit sich selber. Wenn ich mich so mag, wie ich bin, dann muss ich mich doch auch nicht ändern. Egal, ob ich dicker, dünner, größer, kleiner, selbstbewusster oder schüchterner bin. Das einzige, was zählt ist, dass ich mich selber liebe.

Und das heißt auch, dass ich das mache, was mir gefällt – auch wenn das gar nicht immer so leicht ist. In der Schulzeit habe ich die ganze Zeit gehört: „Mach dein Abi. Gehe studieren. Sammel praktische Erfahrung. Finde einen vernünftigen Job.“ Das Idealbild einer guten Ausbildung. Aber bin ich damit überhaupt glücklich? Macht mir mein Studium Spaß oder studiere ich nur, um irgendwas in der Hand zu haben? Wieso entscheiden sich so viele doch lieber dafür, BWL anstatt Musik oder Literatur zu studieren? Weil es in der Gesellschaft besser angesehen wird, weil es vernünftiger ist – und dann ist es egal, dass es mir vielleicht gar nicht so gut gefällt. Dabei kann doch jeder für sich selber entscheiden, was vernünftig ist. Für die einen ist es vernünftig, ganz oben auf der Karriereleiter zu stehen, für die anderen ist es vernünftig, selbstständig zu sein. Und für manche ist vernünftig, unvernünftig zu sein.

Selbst in der Liebe gibt es Regeln und Vorschriften

Aber auch im Freundeskreis wird mir immer wieder gezeigt, wo ich aktuell stehen sollte. Ich bin immer noch im Bachelor, obwohl alle anderen schon fertig sind? Ich habe immer noch meine 1-Zimmer-Wohnung, obwohl alle mit ihren Partnern zusammenziehen? Ich wechsel immer noch von einem zum anderen Job, obwohl alle schon etwas Handfestes haben? Ich denke immer noch nicht ans Heiraten und Kinder kriegen, obwohl die ersten schon anfangen, ein Haus zu bauen? Ständig stehe ich unter Druck, weil ich das Gefühl habe, dass ich da stehen muss, wo meine Freunde stehen. Ich fange an mich schlecht zu fühlen, weil sie anscheinend schon mehr in ihrem Leben erreicht haben als ich. Aber warum? Es ist ihr Leben, nicht mein Leben. Wenn ich genauer darüber nachdenke, kann es mir doch eigentlich vollkommen egal sein.

Und dann ist da noch das Problem mit der Liebe. Ein Gefühl, das eigentlich vollkommen unbeschwert sein sollte. Aber auch hier gibt es Regeln und Vorschriften, an die ich mich scheinbar halten muss. Ich darf kein Interesse zeigen. Ich darf nicht direkt antworten. Ich muss geheimnisvoll bleiben. Und warum? Weil er ja nicht merken darf, dass ich ihn mag. Total paradox … Warum spiele ich immer wieder diese Spielchen mit, anstatt einfach ehrlich zu meinen Gefühlen zu stehen? Das würde doch alles leichter machen, als immer wieder ein Riesentara um alles zu machen.

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Über den Autor/die Autorin

Leserbeitrag

beziehungsweise-Leser erzählen in ihren eigenen Worten authentisch, emotional und inspirierend wahre Liebesgeschichten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie haben ein Rezept für glückliche Beziehungen? Möchten Ihre Geschichte teilen? Schreiben Sie uns und machen Sie mit!