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Ein Vielleicht war mir nicht genug

„Willst du mich heiraten?“ Auf diese mutige Frage gibt es wohl nur eine Antwort, die den Fragesteller glücklich macht. beziehungsweise-Autorin Stefanie Wilke über einen Heiratsantrag, der leider anders verlief als erhofft

Niemand wartet gern. Nicht aufs Date, nicht auf den Anruf nach der ersten gemeinsamen Nacht. Nicht auf den magischen Ich-liebe-dich-Moment. Das Thema Beziehungsstatus und Zusammenziehen ist ebenso sensibel und setzt geschicktes Timing voraus. Schlimmer geht es aber immer: das Warten auf den Heiratsantrag.

Denn wer wartet, hat auch Erwartungen. Erwartungen, die vielleicht nicht erfüllt werden. Und damit kann in einer Liebesbeziehung aus einer hauchfeinen Störlinie ein sichtbarer Riss werden.

Eigentlich ist es unfassbar romantisch: Man selbst fühlt dieses bedingungslose JA! für einen anderen Menschen und möchte ein feierliches Gelübde ablegen, sich binden, gemeinsam Zukunftspläne schmieden. Eine wunderbare und zugleich ernste Angelegenheit.

Mit der besten Freundin sind die Wünsche und das Arrangement längst besprochen, das Hochzeitskleid, die Gästeliste und die Location sind in der Fantasie mehrfach durchgespielt. Eigentlich spekuliert man nur noch über den Moment des Antrags – vielleicht im nächsten Urlaub? Die Spannung steigt, man fühlt sich wie ein Kind vor der Bescherung. Aber der Auserwählte lässt sich Zeit. Zu viel Zeit?

Von der Initialzündung des Entschlusses „Ich möchte diesen Mann heiraten!“, bis zum tatsächlichen Antrag mit allem Drum und Dran können Monate, manchmal wertvolle Jahre verstreichen. Die Sehnsucht wechselt zur Ungeduld. Fragen schleichen sich an: Fällt dem Partner nicht auf, dass ich das Thema immer wieder sachte streife, und bei der Trauung unserer Freunde vor Rührung schluchzend seine Hand gehalten und sogar den Brautstrauß gefangen habe? Doch, doch, er hat es bemerkt. Er weiß, worauf seine Liebste hofft. Aber er handelt nicht.

Mit süßer Spannung hat das nichts mehr zu tun, nun nagen Zweifel, auch Zurückweisung liegt in der Luft. Spätestens jetzt sollte man sich aus der Deckung wagen und für seine Bedürfnisse einstehen. Denn bedingungslose Liebe bleibt ein Hollywood-Märchen, wenn gewisse Bedingungen unerfüllt bleiben.

Mir war es wichtig, dass der Vater meiner zweiten Tochter eine Ehe mit mir bejahte. Ich war bereits geschieden und trotzdem wollte ich ein zweites Mal aufs Standesamt. Ich war mir hundertprozentig sicher, mit diesem Mann werde ich alt! Also fasste ich mir ein Herz und hielt um seine Hand an. Und er?

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Über den Autor/die Autorin

Stefanie Wilke

Stefanie Wilke schreibt seit 25 Jahren über Menschen, Beziehungen und Bücher u.a. für Magazine wie Emotion, Icon und Stories. Sie glaubt an die Liebe und die positive Wirkung von Krisen.